19 March 2026, 14:18

Vonovia wächst 2025 mit Rekordgewinnen – doch Mieter zahlen die Zeche

Schwarze und weiße Architekturdarstellung eines Hauses mit zahlreichen Fenstern und einem Dach, beschriftet als das erste Haus in Deutschland, begleitet von detaillierten Strukturplänen und Text.

Vonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia wächst 2025 mit Rekordgewinnen – doch Mieter zahlen die Zeche

Vonovia, Deutschlands größter Vermieter, verzeichnete 2025 ein kräftiges finanzielles Wachstum. Das Unternehmen steigerte seine Erträge deutlich – angetrieben durch höhere Mieten, Immobilienverkäufe und zusätzliche Dienstleistungen. Gleichzeitig kündigte der Konzern an, die Schuldenreduzierung zu beschleunigen und den Wohnungsbau weiter auszubauen.

Der operative Gewinn stieg 2025 um 6,0 % auf 2,8 Milliarden Euro, während der bereinigte Nettogewinn 1,54 Milliarden Euro erreichte – ein Plus von 5,3 % gegenüber dem Vorjahr. Begleitet wurde dieses Wachstum von einem Anstieg der durchschnittlichen Monatsmieten um 4,6 %, die nun bei 8,38 Euro pro Quadratmeter liegen. Kritiker, darunter der Deutsche Mieterbund, werfen Vonovia vor, überhöhte Mieterhöhungen durchzusetzen und fordern strengere Mieterschutzregelungen.

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Auch die Belegschaft wuchs um 5,4 % auf 12.700 Beschäftigte bis Jahresende. 2025 verkaufte das Unternehmen 2.333 Wohnungen und plant, künftig jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Einheiten zu veräußern, um die Schulden schneller als ursprünglich vorgesehen abzubauen. Aktionäre profitieren von einer Dividendenerhöhung um drei Cent auf 1,25 Euro pro Aktie.

Im vergangenen Jahr vollendete Vonovia 2.090 Neubauwohnungen – ausschließlich in Deutschland – und hat derzeit weitere 4.200 im Bau. Langfristig sind über 65.000 zusätzliche Wohnungen auf eigenen Grundstücken geplant. Ende 2025 besaß der Konzern rund 531.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich mit einem Portfolio-Gesamtwert von 84,4 Milliarden Euro.

Die Bilanz von Vonovia zeigt steigende Gewinne, höhere Mieten und eine gewachsene Belegschaft. Durch Wohnungsverkäufe treibt das Unternehmen die Entschuldung voran, während es gleichzeitig groß angelegte Bauprojekte vorantreibt. Aktionäre erhalten eine höhere Dividende, doch Mietervereinigungen bleiben besorgt über die bezahlbare Wohnraumversorgung.

Quelle