19 March 2026, 20:14

Helene von Österreich: Vom Kaiserbräutigam zum Schicksal voller Verluste

Schwarz-weiß-Zeichnung eines vierzehnten Jahrhunderts Hofes der Liebe in der Provence, mit einem Mann und einer Frau in der Mitte umgeben von einer Gruppe von Menschen, mit Schrifttext unten.

Helene von Österreich: Vom Kaiserbräutigam zum Schicksal voller Verluste

Das Leben von Helene von Österreich, der späteren Prinzessin von Thurn und Taxis, war von persönlichen Tragödien und unerwarteten Wendungen geprägt. Eigentlich dazu bestimmt, Kaiser Franz Joseph zu heiraten, musste sie mitansehen, wie ihre jüngere Schwester Elisabeth sein Herz gewann. Ihre eigene Ehe brachte zwar Glück, doch folgte eine Reihe verheerender Verluste.

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1853 reiste Kaiser Franz Joseph nach Ischl, um Helene zu treffen – auserwählt von seiner Mutter, Erzherzogin Sophie, als passende dynastische Verbindung. Doch es war Helenes jüngere Schwester Elisabeth, die seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Von ihrer Schönheit gefesselt, gab Franz Joseph die geplante Vermählung mit Helene auf und heiratete stattdessen Elisabeth.

Helene fand später ihr Glück mit Prinz Maximilian von Thurn und Taxis, mit dem sie vier Kinder hatte: Louise, Elisabeth, Maximilian Maria und Albert. Doch das Schicksal schlug gnadenlos zu. Ihr Mann starb mit nur 35 Jahren an einer Nierenerkrankung. Kurz darauf verlor sie ihre 20-jährige Tochter Elisabeth und ihren 22-jährigen Sohn Maximilian.

Zerbrochen zog sich Helene aus der Öffentlichkeit zurück und widmete sich ganz ihrem Glauben. 1890, als sie im Alter von 56 Jahren im Sterben lag – an Magenkrebs erkrankt –, besuchte sie ihre Schwester Elisabeth. Ihr letztes Gespräch kreiste um ihr gemeinsames Leid, und Helenes letzte Worte lauteten: "Ja, das Leben ist nur eine Geschichte voll Kummer."

Helenes Tod 1890 stürzte Elisabeth in tiefe Trauer, denn keine andere Person in der Familie war ihr so nah gestanden. Trotz aller Härten, die beide erlitten, blieb ihre Bindung bis zuletzt ungebrochen. Helenes Leben, so sehr es vom Schmerz geprägt war, zeugte zugleich von Widerstandskraft und Hingabe.

Quelle