Wuppertal streitet über nackte Brüste auf Filmplakaten für Schulen
Kirsten HentschelWuppertal streitet über nackte Brüste auf Filmplakaten für Schulen
'Die nackte Kanone' – Empörung über nackte Brüste auf Plakaten in Wuppertal
Teaser: Das Medienprojekt Wuppertal wirbt mit freizügigen Brustmotiven für den Film "Die nackte Kanone – Perspektiven auf die weibliche Brust" – nun gibt es Streit um die Kampagne.
17. Oktober 2025, 16:01 Uhr
Eine neue Filmreihe für Schulen sorgt in Wuppertal für Aufsehen, nachdem auf Werbeplakaten nackte Brüste zu sehen waren. Das Medienprojekt Wuppertal hatte die Motive bewusst neutral und ohne sexualisierenden Kontext gestaltet, um Diskussionen über Körperbilder und Geschlechterrollen anzuregen. Doch die Aktion löste heftige Kritik aus – viele Plakate wurden abgerissen oder beschmiert.
Die Abbildungen zeigten anonymisierte, kopflose Brustdarstellungen in natürlicher Form. Projektleiter Andreas von Hören zeigte sich überrascht über die vehemente Ablehnung: Die Bilder sollten alle Frauen repräsentieren – ganz ohne erotischen Unterton.
Trotz einer Einschätzung des Deutschen Werberats, der keine Verstöße feststellte, wurde die Kampagne nach öffentlichen Beschwerden eingestellt. Das Medienprojekt verteidigt seinen Ansatz und sieht in der Debatte ein Zeichen veralteter Einstellungen. Die Filmreihe bleibt für Schulen nutzbar, doch die Bewerbung wurde gestoppt.