21 March 2026, 22:09

Wesel feiert erstes gemeinsames Fastenbrechen für mehr Dialog und Verständnis

Eine Gruppe von Menschen hält Teller mit Essen, eine Schüssel und Löffel auf der rechten Seite, mit dem Text "Uwxyz - Alle hatten ein großes Stück und gingen schlafen" oben.

Wesel feiert erstes gemeinsames Fastenbrechen für mehr Dialog und Verständnis

Wesel veranstaltete am 13. März 2026 erstes gemeinschaftliches Fastenbrechen

In Wesel kamen am 13. März 2026 Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen zum ersten gemeinsamen Iftar der Stadt zusammen. Die Veranstaltung sollte während des heiligen Monats Ramadan den Dialog und das gegenseitige Verständnis fördern. Über 100 Gäste folgten der Einladung, darunter Vertreter lokaler Vereine, Kirchen und zivilgesellschaftlicher Gruppen.

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Organisiert wurde das Fastenbrechen von islamischen Kulturvereinen, katholischen und evangelischen Kirchen sowie der Stadt Wesel. Mit dem Sonnenuntergang leitete Julian Agushi von Horizont e.V. den Gebetsruf ein und markierte damit den Moment des Fastenbrechens. Anschließend teilten die Gäste ein Mahl von einem vielfältigen Büfett, das eigens für den Anlass vorbereitet worden war.

Das Fasten im Ramadan zählt zu den Fünf Säulen des Islam und besitzt für Muslime eine tiefe spirituelle Bedeutung. Jihane Zerhouni, Vorsitzende des Ausschusses für Chancengleichheit und Integration, betonte in ihrer Rede die Symbolkraft des gemeinsamen Brotbrechens als Zeichen der Einheit. Auch Bürgermeister Rainer Benien hob hervor, wie solche Begegnungen den gegenseitigen Respekt in der Gemeinschaft stärken.

Ähnliche interreligiöse Iftar-Veranstaltungen fanden bereits in anderen deutschen Städten statt. So richtete die Islamische Akademie NRW 2026 in Dortmund ein Fastenbrechen aus, während Gelsenkirchen im März 2025 eine Feier in der DITIB Mescid-i Aksa Camii Hassel organisierte.

In Wesel brachte der Abend Menschen verschiedener Herkunft zu gemeinsamer Reflexion zusammen. Die Veranstalter hoffen, dass das Iftar zu einer regelmäßigen Tradition wird und die Verbindungen zwischen den Glaubensgemeinschaften vertieft. Die Begegnung zeigte, welche Rolle Essen, Gebet und Gespräch beim Aufbau lokaler Solidarität spielen.

Quelle