13 March 2026, 16:14

Warendorf führt 15-Euro-Tagesgebühr für Wohnmobile am Emssee ein – Camper protestieren

Eine Gruppe von Menschen hält Schilder, wahrscheinlich protestierend, vor einem Zaun mit Fahrzeugen, Bäumen, Pfählen, Absperrungen und einem Bildschirm im Hintergrund, unter einem sichtbaren Himmel mit Gras am unteren Bildrand.

Warendorf führt 15-Euro-Tagesgebühr für Wohnmobile am Emssee ein – Camper protestieren

Warendorf führt ab diesem Frühling eine Tagesgebühr von 15 Euro für Wohnmobil-Stellplätze am beliebten Emssee ein. Die im vergangenen Herbst beschlossene Maßnahme stößt bei Stammgästen auf Unverständnis, die nun mit höheren Kosten konfrontiert sind. Die Stadt begründet die Gebühr mit den Unterhalts- und Betriebskosten der Anlage.

Die neue Preisregelung war Ende 2023 einstimmig vom Stadtrat auf Vorschlag der CDU beschlossen worden. Ab April werden im Rahmen einer umfassenden Aufwertung des Emssee-Geländes Parkuhren installiert. Die Verantwortlichen betonen, die Gebühr sei angemessen angesichts der gebotenen Ausstattung und der laufenden Instandhaltungskosten.

Der 83-jährige Camper Günter Brossat aus Unna, der den Platz seit zwei Jahrzehnten regelmäßig besucht, fühlt sich durch die plötzliche Preiserhöhung verdrängt und zeigt sich enttäuscht. Andere Gäste kündigen an, die Location künftig ganz zu meiden und stattdessen günstigere Alternativen aufzusuchen.

Warendorf bietet zwar mit dem Wiesengrund eine zweite kommunale Option an, wo die Gebühren voraussichtlich bei etwa fünf Euro liegen werden. Allerdings ist das Gelände dort weniger gut ausgestattet. Aktuell stellt die Stadt lediglich sechs kostenfreie Wohnmobil-Stellplätze an der Linnenwiese zur Verfügung – und diese auch nur in der Zeit von April bis September. Innerhalb der Warendorfer Stadtgrenzen gibt es keine weiteren offiziellen Standplätze.

Die 15-Euro-Gebühr tritt in diesem Frühling in Kraft, zeitgleich mit den neuen Parkuhren und den Verbesserungen der Infrastruktur. Camper haben damit nur noch eingeschränkte Wahlmöglichkeiten: eine günstigere Alternative und eine Handvoll saisonaler Gratisplätze. Die Stadt betont, die Preisanpassung diene der nachhaltigen Finanzierung des Emssee-Standorts.

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