09 May 2026, 16:11

Uniklinik Köln revolutioniert Medikamentenausgabe mit automatisiertem Systemausbau

Weißer Tisch mit einer Pillendose, die Pillen enthält, und einem Stethoskop daneben, Pillendose mit Text beschriftet.

Uniklinik Köln revolutioniert Medikamentenausgabe mit automatisiertem Systemausbau

Uniklinik Köln erweitert automatisiertes Tablettenausgabesystem deutlich

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Die Uniklinik Köln führt eine große Erweiterung ihres automatisierten Tablettenausgabesystems ein. Die Maßnahme soll die Arbeitsbelastung des Pflegepersonals verringern und gleichzeitig die Arzneimittelsicherheit erhöhen. Bis zu 600 Patientenbetten profitieren künftig von der Technologie, die sich bereits seit ihrer Einführung im Jahr 2018 bewährt hat.

Das Krankenhaus hatte das automatisierte System 2018 als einer der ersten Standorte in Deutschland eingeführt. Jedes Fach der Maschine enthält unterschiedliche Medikamente, sodass Pflegende nachts keine Tablettenblister mehr manuell entnehmen müssen. Zudem entfällt die Verwendung herkömmlicher Wochendosen, was das Risiko einer Keimübertragung verringert.

Die Tabletten werden nun einzeln verpackt und vollständig mit dem Namen des Patienten, den Medikamentenangaben und Dosierungsanweisungen beschriftet. Im Vergleich zum alten System, das auf aluminiumkaschierte Blister setzte, reduziert diese Methode den Kunststoffabfall. Die Umstellung entspricht strengeren Hygienestandards und optimiert gleichzeitig Arbeitsabläufe.

Bis 2030 müssen alle deutschen Krankenhäuser ähnliche automatisierte Systeme einführen – andernfalls drohen ihnen finanzielle Sanktionen der Krankenkassen. Die Kölner Erweiterung dient als Vorbild, während die Frist näher rückt.

Das erweiterte System entlastet das Pflegepersonal von zeitaufwändigen Medikamentenaufgaben, reduziert Abfall und verbessert die Hygiene durch den Verzicht auf Mehrdosen-Blister. Bundeseinrichtungen haben noch sechs Jahre Zeit, um sich an die neuen Vorgaben anzupassen.

Quelle