Ukrainischer Botschafter wirbt in Krefeld für mehr deutsche Investitionen im Krieg
Kirsten HentschelUkrainischer Botschafter wirbt in Krefeld für mehr deutsche Investitionen im Krieg
Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, besuchte kürzlich Krefeld, um die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern zu stärken. Während des Besuchs wurden Handelsthemen, die lokale Zusammenarbeit mit Unternehmen sowie die anhaltenden Herausforderungen diskutiert, vor denen die Ukraine angesichts des Krieges steht.
Im Rahmen seines Aufenthalts traf Makeiev mit Stadtvertretern zusammen, darunter Bürgermeister Frank Meyer. Dieser würdigte den Durchhaltewillen der Ukrainerinnen und Ukrainer und betonte ihren Kampf um Freiheit mitten im Konflikt. Der Botschafter berichtete zudem von persönlichen Erlebnissen und schilderte, wie die Zerstörung von Kraftwerken in der Ukraine auch seine eigene Mutter in Kiew betroffen habe.
Im Krefelder Rathaus trug sich Makeiev in das Goldene Buch der Stadt ein, um den Anlass festzuhalten. Anschließend nahm er an Gesprächen mit Wirtschaftsvertretern teil und unterstrich die Bedeutung deutscher Investitionen für den Wiederaufbau der Ukraine. Deutsche Unternehmen exportieren derzeit jährlich Waren im Wert von etwa 4,6 Milliarden Euro in die Ukraine. Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein und ukrainischer Honorarkonsul, rief lokale Firmen dazu auf, die Chancen im Land zu nutzen. Zwar liegen keine genauen Zahlen zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit seit Kriegsbeginn vor, doch das Ziel des Besuchs war es, die Handelsbeziehungen weiter auszubauen.
Die Reise des Botschafters festigte Krefelds Unterstützung für die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Ukraine. Lokale Unternehmen wurden aufgefordert, sich am Wiederaufbau des Landes zu beteiligen. Die Gespräche machten zudem die menschlichen Folgen des Krieges für ukrainische Familien und die Infrastruktur deutlich.