Solingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan soll die Wende bringen
Mark BolnbachSolingens Innenstadt kämpft um ihre Zukunft – doch ein Masterplan soll die Wende bringen
Solingens Innenstadt steht vor ernsten Herausforderungen. Leerstehende Läden, ein schrumpfendes Warenangebot, fehlende Gastronomie und soziale Begegnungsstätten spiegeln tiefe wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme wider. Der Niedergang vollzog sich schleichend – über viele Jahre hinweg.
Viele Ursachen für den Abwärtstrend liegen außerhalb des Einflussbereichs der Stadt. Dazu zählen die Anziehungskraft größerer Städte für zentrale Dienstleistungen sowie die Dominanz von Discountern und dem Onlinehandel. Lokale Entscheidungsträger haben zwar Einzelprojekte und Fachkonzepte umgesetzt, doch ein umfassendes Gesamtkonzept fehlt bisher.
Ein ehemaliger SPD-Landtagsabgeordneter fordert nun einen Kurswechsel. Er plädiert für mehr finanzielle Spielräume und einen Wechsel von isolierten Vorhaben hin zu großflächigen Entwicklungsmaßnahmen. Der Fokus sollte dabei über das Zentrum hinaus auch auf Gebiete wie die Mangenberger Straße, die Friedrichstraße, den Graf-Wilhelm-Platz und das Werwolf-Viertel ausgeweitet werden.
Vorgeschlagen wird ein ganzheitliches Masterplan-Konzept für den gesamten Stadtring, das städtebauliche, soziale, kulturelle, klimatische, verkehrstechnische und gemeinwesenorientierte Belange vereint. Die Schaffung attraktiver Bedingungen für eine moderne, mobile und gut verdienende Bevölkerung gilt als Schlüssel, um den Abwärtstrend umzukehren.
Die Erneuerung der Solinger Innenstadt muss jetzt beginnen. Die Planungsphase legt den Grundstein für künftiges Wachstum und stabilere kommunale Finanzen. Mit einer umfassenden Aufwertung könnte die Innenstadt wieder zum lebendigen Herzstück der „Klingenstadt“ werden.
