23 April 2026, 14:25

RWTH Aachen revolutioniert Batterierecycling mit neuem Kreislaufsystem

Eine Tabelle mit den Top 10 Ländern nach Lithiumproduktion, einschließlich der Länder und ihrer Lithiumreserven.

RWTH Aachen revolutioniert Batterierecycling mit neuem Kreislaufsystem

Ein neues Forschungsprojekt unter der Leitung der RWTH Aachen will das Batterierecycling revolutionieren. Das Vorhaben zielt darauf ab, ein Kreislaufsystem zu schaffen, in dem mindestens 80 Prozent der Batteriematerialien aus recycelten Quellen stammen. Gefördert vom Umweltministerium Nordrhein-Westfalens, vereint das Projekt akademisches Know-how mit wichtigen Industriepartnern.

Die Forschungsgruppe PEM der RWTH Aachen entwickelt ein Verfahren, um Batteriematerialien effizient zu recyceln. Zwar wurden recycelte Komponenten wie Lithium, Kobalt und Nickel bereits einzeln getestet, doch ihre kombinierte Leistung in neuen Batterien ist weitgehend unerforscht. Noch unbeantwortet sind Fragen zu Alterung, Sicherheit und Reinheitsgraden.

Eine besondere Herausforderung stellt das Recycling von Graphit dar. Die Wiederverwendung für Anoden ist teurer als die Beschaffung von Neuware, da recycelter Graphit oft eine schlechte Morphologie und höhere Verunreinigungen aufweist. Dennoch plant das Projekt, jeden Schritt der Batterie-Wertschöpfungskette zu optimieren – von der Materialrückgewinnung bis zur Zellenproduktion.

Zu den Industriepartnern zählen NEUMAN & ESSER, Accurec Recycling, Iondrive EU und Constantia Patz. Gemeinsam werden sie Lieferketten und Verarbeitungstechniken weiterentwickeln, um die strengen Recyclingvorgaben der EU-Batterieverordnung zu erfüllen. Ziel ist ein skalierbares System, das Materialien im Kreislauf hält und die Abhängigkeit von Primärrohstoffen verringert.

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Der Erfolg des Projekts hängt davon ab, ob recycelte Materialien die Leistung neuer Rohstoffe erreichen können. Gelingt dies, könnte es einen neuen Standard für nachhaltige Batterieproduktion in Europa setzen.

Die Initiative wird testen, ob Batterien mit über 80 Prozent recyceltem Anteil zuverlässig funktionieren. Bei Erfolg könnte das Kreislaufsystem Herstellern helfen, die EU-Recyclingquoten einzuhalten – bei gleichzeitig sinkenden Kosten und geringerer Umweltbelastung. Die Ergebnisse könnten zudem künftige Richtlinien zur Batterienachhaltigkeit prägen.

Quelle