30 June 2026, 12:11

Rheinbrücke Leverkusen: NRW kündigt Porr-Vertrag nach jahrelangem Streit um Mängel

Schwach verteidigte Kündigung des Rheinbrückenvertrags

Rheinbrücke Leverkusen: NRW kündigt Porr-Vertrag nach jahrelangem Streit um Mängel

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat die Entscheidung des Landes verteidigt, den Vertrag mit dem Bauunternehmen Porr für die neue Rheinbrücke in Leverkusen zu kündigen. Der Schritt erfolgte vor über sechs Jahren nach Befunden zu systemischen Mängeln und umfangreichen Fehlern in den Stahlkomponenten. Der Rechtsstreit wird derzeit vor dem Landgericht Köln verhandelt, wobei beide Seiten erhebliche finanzielle Forderungen geltend machen.

Die Vertragsauflösung war von Wüst im Auftrag der Bundesregierung genehmigt worden, um den Brückenbau zu beschleunigen. Das Projekt umfasst zwei parallele Brücken, von denen eine bereits in Betrieb ist, während die zweite derzeit entsteht. Die Montage der Stahlteile schreitet voran, und die Installation der Pylone soll im September 2026 beginnen. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist für Mitte 2028 geplant.

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Die Bundesregierung fordert von Porr Schadensersatz in Höhe von über 350 Millionen Euro. Das Unternehmen wiederum verlangt mehr als 200 Millionen Euro für erbrachte Leistungen und nicht abgegoltene Dienstleistungen. Die insgesamt streitige Summe könnte inklusive Zinsen bis zu einer Milliarde Euro betragen. Eine Gerichtsverhandlung zur Prüfung der Ansprüche ist für den 16. Oktober 2023 angesetzt. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer betonte, das Land erwarte keine negativen Folgen, falls das Urteil zu seinen Ungunsten ausfalle.

Im Mittelpunkt des Rechtsstreits stehen die vorzeitige Vertragsbeendigung und die finanziellen Folgen. Während die Klärung des Falls noch aussteht, geht der Brückenbau weiter voran – mit wichtigen Meilensteinen in den kommenden Jahren.

Quelle