28 June 2026, 14:09

Rassistischer Angriff auf Zugbegleiter in Gelsenkirchen eskaliert gewaltsam

BPOL NRW: Zugbegleiter bei Ticketkontrolle im Arm und Rücken gebissen - Bundespolizei ermittelt

Rassistischer Angriff auf Zugbegleiter in Gelsenkirchen eskaliert gewaltsam

Ein 42-jähriger Nigerianer aus Gelsenkirchen hat am Donnerstagnachmittag während einer routinemäßigen Ticketkontrolle einen Zugbegleiter angegriffen. Der Vorfall ereignete sich am Bahnhof Gelsenkirchen-Rotthausen auf der S-Bahn-Linie S2. Der Zugbegleiter wurde verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Die Auseinandersetzung begann, als der Mitarbeiter gegen 14:15 Uhr das Ticket des Mannes prüfte. Der Fahrgast besaß zwar ein gültiges Deutschlandticket, ihm fehlte jedoch der vorgeschriebene Fahrradzusatz. Als der Zugbegleiter ihn auf das fehlende Dokument hinwies, reagierte der Mann aggressiv: Er beschimpfte den Mitarbeiter rassistisch und riss ihm das Ticket aus der Hand.

Die Situation spitzte sich weiter zu, als sich der Mann bedrohend vor den Zugbegleiter stellte. Nach einem Schubs durch den Mitarbeiter schlug der Fahrgast ihm ins Gesicht. Während des Handgemenges biss er den Zugbegleiter zudem in den Arm und den Rücken.

Kurz nach dem Angriff alarmierte die Leitstelle der Deutschen Bahn die Bundespolizei. Die Beamten trafen ein, als sich beide Männer noch im Zug befanden. Sie sicherten die Videoaufnahmen aus dem Zug als Beweismaterial und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung ein.

Der 31-jährige Zugbegleiter erlitt mehrere Verletzungen und wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Gegen den 42-jährigen Tatverdächtigen, der in Gelsenkirchen lebt, ermittelt nun die Polizei. Die Behörden werten die Beweise aus, darunter das gesicherte Videomaterial.

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