25 March 2026, 14:14

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 als jüngster Preisträger aller Zeiten

Plakat für die 1916er Journée Serbe mit einer Gruppe von Menschen mit Waffen und Text mit Veranstaltungseinzelheiten.

Petrit Halilaj gewinnt Nasher-Preis 2027 als jüngster Preisträger aller Zeiten

Der kosovarische Künstler Petrit Halilaj hat den Nasher-Preis 2027 gewonnen und ist mit 39 Jahren der jüngste Preisträger in der Geschichte der Auszeichnung. Seine Werke setzen sich häufig mit Kindheitserinnerungen auseinander, die vor dem Hintergrund der grausamen Realitäten des Krieges stehen – inspiriert von seinen eigenen Erfahrungen während des Kosovo-Konflikts der 1990er-Jahre.

Halilaj war erst 13 Jahre alt, als serbische Truppen während des Krieges das Haus seiner Familie niederbrannten. Seine frühen Zeichnungen, die in einem Flüchtlingslager entstanden, bildeten später die Grundlage für eine Ausstellung 2021 in der Tate St. Ives. In den vergangenen fünf Jahren erhielten seine Ausstellungen im Kosovo – darunter History of a Promise im Nationalmuseum von Pristina und Poisoned by men who wanted to live forever in der Steinburg-Galerie von Prizren – große Anerkennung für ihre Auseinandersetzung mit der Geschichte und Identität des Landes.

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Der Künstler engagiert sich seit Langem für die kulturelle Wiederbelebung seiner Heimat. Die von ihm unterstützte Hajde!-Stiftung hat unter anderem zum Wiederaufbau von Einrichtungen wie dem Kulturhaus in seiner Heimatstadt beigetragen. Das Haus, dessen Wiedereröffnung für 2027 geplant ist, soll nach Halilajs Vision ein Begegnungsort für Menschen aller ethnischen Hintergründe und Minderheitengruppen werden.

Mit dem Preisgeld in Höhe von 100.000 US-Dollar will er weitere Projekte über die Stiftung finanzieren. Sein Einsatz für den Wiederaufbau kultureller Räume spiegelt die Themen Widerstandsfähigkeit und Erinnerung wider, die auch sein künstlerisches Schaffen prägen.

Der Nasher-Preis würdigt Halilajs Einfluss auf die zeitgenössische Bildhauerei sowie sein Engagement für die kulturelle Erneuerung des Kosovo. Die Wiedereröffnung des Kulturhauses 2027 wird einen weiteren Meilenstein in seinen Bemühungen darstellen, Gemeinschaften durch gemeinsames kulturelles Erbe zu einen. Seine Arbeit verbindet weiterhin persönliche Geschichte mit kollektiver Heilung.

Quelle