„Panikherz“ am Thalia Theater: Sieben Jahre Kult um eine ungewöhnliche Freundschaft
Linus JesselLetzter Vorhang für Stuckrad-Barres 'Panikherz' an der Thalia - „Panikherz“ am Thalia Theater: Sieben Jahre Kult um eine ungewöhnliche Freundschaft
Am kommenden Montag fällt am Thalia Theater der letzte Vorhang für die Produktion Panikherz. Das Stück, basierend auf Benjamin von Stuckrad-Barres autobiografischem Roman, begeistert seit seiner Premiere 2018 das Publikum und hat sich in sieben Jahren zu einer der beliebtesten Inszenierungen des Hauses entwickelt.
Panikherz feierte am 17. März 2018 in Hamburg unter der Regie von Christopher Rüping Uraufführung. Die Bühnenadaption erzählt von der realen Freundschaft zwischen dem Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre und dem Musiker Udo Lindenberg. Ein besonderes Merkmal der Produktion war die wechselnde Besetzung: Mehrere Schauspieler verkörperten abwechselnd den "Stuckiman" – Lindenbergs Spitznamen für den Autor.
Bei der Premiere überraschte Lindenberg selbst das Publikum mit einem Auftritt. Er übernahm eine weitgehend stumme Nebenrolle und beobachtete das Geschehen, ohne selbst zu sprechen. Der ungewöhnliche Ansatz und die emotionale Tiefe der Inszenierung fanden schnell Anklang. Seit der Erstaufführung zog das Stück rund 30.000 Zuschauer in seinen Bann. Die lange Spielzeit unterstreicht seinen Status als echter Publikumsliebling am Thalia Theater.
Die letzte Vorstellung markiert das Ende einer erfolgreichen siebenjährigen Laufzeit. Mit seiner Mischung aus persönlichem Erzählen und theatralischer Innovation hat Panikherz bleibende Spuren in Hamburgs Kulturszene hinterlassen. Der Schluss der Produktion folgt auf eine Reihe ausverkaufter Vorstellungen und breiter Anerkennung.