NRWs Bildungsministerin will Handyverbot an Grundschulen – aber nicht überall
Laila SchomberNRWs Bildungsministerin will Handyverbot an Grundschulen – aber nicht überall
NRWs Bildungsministerin Dorothee Feller hat ihre Position zum Umgang mit Handys in Schulen dargelegt. Sie spricht sich für ein vollständiges Verbot an Grundschulen aus, befürwortet aber flexible Regelungen für weiterführende Schulen. In ihren Äußerungen ging es auch um übergeordnete Themen wie Medienkompetenz und Kinderschutz im Internet.
Feller ist der Ansicht, dass Grundschulen Handys während des gesamten Schultags verbieten sollten. Für weiterführende Schulen plädiert sie hingegen für maßgeschneiderte Lösungen statt einer pauschalen Regelung. Lehrkräfte sollen selbst entscheiden, wann und wie Geräte im Unterricht eingesetzt werden.
Die Ministerin betonte, dass Herausforderungen wie soziale Medien, übermäßige Bildschirmzeit und Jugendschutz nicht an den Schultoren enden. Sie unterstrich die Bedeutung von Medienkompetenz, um Kinder vor Gefahren wie Cyber-Grooming zu schützen. Feller verwies zudem darauf, dass Schülerinnen und Schüler an Gesamtschulen etwa 110 Stunden pro Woche wach sind – davon verbringen sie weniger als ein Drittel in der Schule.
Ihr Ansatz ermöglicht einen gezielten Einsatz von Handys im Unterricht, wo dies sinnvoll ist. Im Mittelpunkt steht die Balance zwischen technologischer Nutzung, Sicherheit und Lernerfolg. Schulen und Gesellschaft müssten diese Aufgaben gemeinsam angehen.
