NRW plant lokale Feuerwerksregeln – soll Silvester sicherer werden?
Kirsten HentschelReul setzt sich weiter gegen ein generelles Feuerwerksverbot ein - NRW plant lokale Feuerwerksregeln – soll Silvester sicherer werden?
Silvester-Feuerwerk bleibt beliebt – doch die Sicherheitsdebatte flammt weiter auf
Das traditionelle Feuerwerk zu Silvester hat nach wie vor viele Fans, doch die jährlichen Verletzungen durch private Böller und Raketen sorgen für anhaltende Diskussionen über strengere Regeln. Nun schlägt Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul einen neuen Weg vor – einen Kompromiss, der auf ein generelles Verbot verzichtet, den Städten aber mehr Spielraum gibt.
Reul lehnt ein pauschales Feuerwerksverbot ab. Stattdessen will er das Sprengstoffrecht so anpassen, dass Kommunen selbst entscheiden können, ob und in welchem Umfang sie Feuerwerk erlauben. Sein Konzept setzt auf Flexibilität: Städte sollen das Risiko je nach Besucheraufkommen und Sicherheitslage einschätzen dürfen.
Jedes Jahr kommt es an Silvester durch Feuerwerk zu Unfällen und Verletzungen. In Gebieten mit großen Menschenansammlungen könnten nach Reuls Plan Böller und Raketen komplett verboten werden. Trotz der Gefahren hält er ein generelles Verbot jedoch für überzogen. Die Polizei bereitet sich bereits auf die Feierlichkeiten vor: Es werden zusätzliche Kräfte im Einsatz sein, Verstärkung steht bei Bedarf bereit. Ziel ist es, die öffentliche Sicherheit mit der langjährigen Tradition, das neue Jahr mit Feuerwerk zu begrüßen, in Einklang zu bringen.
Reuls Vorschlag verlagert die Entscheidungshoheit auf die lokale Ebene. Wird der Plan umgesetzt, können die Städte in Nordrhein-Westfalen künftig eigene Regeln für Silvesterfeuerwerk festlegen. Die Änderungen sollen rechtzeitig für die nächsten Jahreswechsel in Kraft treten.