NRW kämpft für besseren Mutterschutz für selbstständige Frauen bundesweit
Kirsten HentschelNRW kämpft für besseren Mutterschutz für selbstständige Frauen bundesweit
Nordrhein-Westfalen setzt sich für einen besseren Mutterschutz für selbstständige Frauen in ganz Deutschland ein. Die Landesregierung hat eine Bundesratsinitiative gestartet, die durch eine Machbarkeitsstudie und ein breites Bündnis unterstützt wird. Derzeit bringen jährlich rund 27.000 selbstständige Frauen Kinder zur Welt – ohne die gleichen Absicherungen wie Angestellte.
Der aktuelle Vorstoß folgt einem erneuten Appell für einen gesetzlichen Mutterschutz. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur von den Grünen betonte, dass eine Schwangerschaft niemals als berufliches Risiko betrachtet werden dürfe. Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat nun auf Basis ihrer Machbarkeitsstudie konkrete Vorschläge vorgelegt.
Kernpunkt der WHKT-Empfehlungen ist eine einmalige Pauschalleistung als Lohnersatz während der Mutterschutzzeit. Damit soll die finanzielle Lücke für selbstständige Mütter überbrückt werden. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden im Juli offiziell vorgestellt.
Unterdessen hat das Wirtschaftsministerium in Berlin eine Diskussionsveranstaltung organisiert. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kommen zusammen, um zu erörtern, wie die Vorschläge umgesetzt werden könnten.
Ziel der Initiative ist es, eine langjährige Lücke in der Unterstützung selbstständiger Frauen zu schließen. Bei einer Umsetzung würden die Maßnahmen finanzielle Sicherheit während des Mutterschutzes bieten. Die nächsten Schritte hängen von den Ergebnissen der Juli-Studie und den Berliner Gesprächen ab.






