NRW 2050: Halbe Million weniger Einwohner – wer gewinnt, wer verliert?
Kirsten HentschelPrognose: Sauerland verliert Einwohner, Rheinland gewinnt - NRW 2050: Halbe Million weniger Einwohner – wer gewinnt, wer verliert?
Nordrhein-Westfalen steht vor ungleichen Bevölkerungsveränderungen in den kommenden Jahrzehnten. Während einige Gebiete im Rheinland noch Wachstum verzeichnen könnten, müssen sich viele ländliche Regionen auf einen Rückgang einstellen. Bis 2050 könnte das Land im Vergleich zu 2023 eine halbe Million Einwohner weniger haben.
Die aktuellen Prognosen zeigen deutliche Unterschiede innerhalb des Bundeslandes. Städte wie Mönchengladbach könnten bis 2050 ein Plus von 4,3 Prozent verzeichnen. Im benachbarten Kreis Heinsberg wird sogar ein noch stärkerer Anstieg um 4,7 Prozent erwartet.
Dagegen müssen ländliche Regionen mit erheblichen Einbußen rechnen. Der Märkische Kreis könnte um 12,5 Prozent schrumpfen, der Kreis Olpe um 12,3 Prozent. Auch Höxter und der Hochsauerlandkreis verlieren voraussichtlich 9,3 beziehungsweise 9,6 Prozent ihrer Bevölkerung.
Der Trend setzt sich über 2050 hinaus fort: Bis 2070 könnte Nordrhein-Westfalen eine Million Einwohner weniger haben als 2023. Die stärksten Verluste werden in Ostwestfalen und Südwestfalen erwartet, wo die Landflucht weiter zunimmt.
Die Daten verdeutlichen die wachsende Kluft zwischen wachsenden städtischen Zentren und schrumpfenden ländlichen Kreisen. Während Mönchengladbach und Heinsberg moderate Zuwächse verzeichnen, stehen viele Regionen vor zweistelligen Verlusten. Insgesamt wird die Einwohnerzahl Nordrhein-Westfalens in den nächsten 50 Jahren kontinuierlich sinken.






