Münster halbiert Pro-Kopf-Emissionen in nur drei Jahrzehnten durch Solarboom
Laila SchomberMünster halbiert Pro-Kopf-Emissionen in nur drei Jahrzehnten durch Solarboom
Münster hat in den vergangenen vier Jahren rasante Fortschritte bei der Reduzierung von Emissionen und dem Ausbau erneuerbarer Energien gemacht. Die Solarstromkapazität der Stadt hat sich in dieser Zeit verdoppelt – und entspricht damit der Gesamtmenge, die in den beiden vorherigen Jahrzehnten installiert wurde. Gleichzeitig sind die Treibhausgasemissionen stark gesunken und liegen nun bei nur noch 63 Prozent des Niveaus von 1990.
Allein zwischen 2023 und 2024 verringerte sich Münsters Energieverbrauch um vier Prozentpunkte, sodass der aktuelle Verbrauch bei 85 Prozent des Standes von 1990 liegt. Auch die CO₂-Emissionen gingen in diesen beiden Jahren um etwa 140.000 Tonnen zurück und belaufen sich nun auf 1,65 Millionen Tonnen. Dieser Rückgang bedeutet, dass die Pro-Kopf-Emissionen heute nur noch etwa halb so hoch sind wie vor drei Jahrzehnten.
Ein Schlüssel für diese Entwicklung ist der Ausbau erneuerbarer Energien. Besonders schnell gewachsen ist die Zahl der Solaranlagen auf Wohngebäuden – schneller als in jedem anderen Sektor. Mittlerweile decken erneuerbare Quellen etwa 24 Prozent des gesamten Strombedarfs Münsters ab, ein deutlicher Anstieg gegenüber den Vorjahren.
Trotz dieser Erfolge bleiben Herausforderungen. Münsters verbleibendes CO₂-Budget, um die Erderwärmung unter 1,5 Grad zu halten, ist nahezu aufgebraucht. Gleichzeitig stieg der deutsche Stromemissionsfaktor 2024 wieder auf das Niveau von 2020 an – ein Zeichen dafür, dass übergeordnete nationale Trends weiterhin lokale Bemühungen beeinflussen.
Seit 1990 hat Münster seine Emissionen um 37 Prozent reduziert, wobei der Solarausbau in den letzten Jahren besonders an Fahrt aufgenommen hat. Nun steht die Stadt vor der Aufgabe, diese Fortschritte zu halten und gleichzeitig strengere Klimavorgaben zu erfüllen. Weitere Einsparungen sind nötig, um die Klimaziele einzuhalten.






