01 February 2026, 02:18

Miron Muslić: Der "Blitzableiter" von Schalke 04 revolutioniert die Führungskultur

Ein Fußballtrainer in einer Mütze spricht zu seinem helmetten Team auf einem Feld mit Bäumen, Pfählen, Lampen, Geländern, einem Torpfosten und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Miron Muslić: Der "Blitzableiter" von Schalke 04 revolutioniert die Führungskultur

Miron Muslić, der 43-jährige Manager des FC Schalke 04, verfolgt seit seinem Amtsantritt im Sommer 2024 einen ungewöhnlichen Führungsstil. Statt nach Niederlagen seine Fußballspieler zu kritisieren, lenkt er bewusst die Kritik auf sich selbst, um das Team zu schützen. Seine Methode basiert auf offener Kommunikation, Ehrlichkeit und dem Bestreben, jedem im Verein das Gefühl zu geben, wertgeschätzt zu werden.

Muslić sieht sich als "Blitzableiter" – er nimmt die öffentliche Kritik auf sich, damit sich seine Fußballspieler auf ihr Spiel konzentrieren können. Eng arbeitet er mit der Medienabteilung zusammen, um das Image des Teams zu prägen und sicherzustellen, dass die Aufmerksamkeit auf ihm liegt und nicht auf den einzelnen Athleten. Diese Strategie, so seine Überzeugung, schützt die Mannschaft vor unnötigem Druck.

Täglich tauscht er sich mit 50 bis 60 Mitarbeitern im Leistungszentrum von Schalke aus. Sein Ziel ist klar: Sie sollen sich geschätzt und motiviert fühlen. Authentizität ist für Muslić entscheidend – er gewinnt Vertrauen durch direkte, ehrliche Gespräche statt durch abgehobene Firmenrhetorik.

Über den Verein hinaus pflegt er regelmäßig den Austausch mit anderen Trainern, selbst mit denen aus der eigenen Bundesliga. Diese Gespräche helfen ihm, seine Methoden zu verfeinern, doch seine grundlegende Philosophie bleibt unverändert: Fußballspieler zu unterstützen, statt sie nach Niederlagen zu kritisieren.

Anfang 2026 prägt Muslićs Führungsstil bereits seit fast zwei Spielzeiten die Kultur bei Schalke. Seine Bereitschaft, öffentliche Kritik auf sich zu nehmen und die Mannschaftsmoral in den Vordergrund zu stellen, unterscheidet ihn von traditionellen Managern. Wie nachhaltig sein Ansatz wirkt, wird sich zeigen, während der Verein unter seiner Führung weiter agiert.