Leverkusens Trainingszentrum droht am politischen Widerstand in Monheim zu scheitern
Kirsten HentschelLeverkusens Trainingszentrum droht am politischen Widerstand in Monheim zu scheitern
Bayer 04 Leverkusen sucht seit zehn Jahren nach einem Standort für ein neues Hochleistungs-Trainingszentrum – doch nun droht das Projekt in Monheim am Rhein am politischen Widerstand zu scheitern. Bereits mehrfach musste der Bundesligist seine Pläne aufgrund anhaltender Kritik zurückfahren.
Die Suche begann vor einem Jahrzehnt: Der Verein prüfte 70 mögliche Standorte, bevor die Wahl auf Monheim am Rhein fiel. Die Dringlichkeit wuchs, da eine geplante Autobahn-Erweiterung in der Nähe der aktuellen BayArena in Leverkusen die bestehende Infrastruktur gefährdet.
Das geplante Campusgelände in Monheim sollte zehn Fußballplätze umfassen, 150 neue Arbeitsplätze schaffen und mit Rad- und Joggingwegen ausgestattet werden. Doch die Kommunalwahlen 2025 veränderten die politische Landschaft: Die bisher regierende Peto-Partei verlor ihre Mehrheit im Stadtrat, und die neue Koalition blockiert das Vorhaben seitdem mit Verweis auf Klimaschutz und Umweltbedenken.
Mittlerweile hat Bayer 04 die Pläne auf das absolute Minimum reduziert – nur noch die grundlegenden sportlichen und betrieblichen Anforderungen werden erfüllt. Sportdirektor Simon Rolfes warnt vor schweren Folgen, falls das Projekt scheitert: Die Zukunftsfähigkeit des Vereins stehe auf dem Spiel. Auch Bayer-AG-Chef Bill Anderson bestätigt, dass das Unternehmen die Entwicklungen in Monheim genau verfolge.
Doch trotz der verkleinerten Dimensionen bleibt die Zukunft des Trainingszentrums ungewiss. Der lokale politische Widerstand verzögert das Vorhaben weiter. Ohne Genehmigung könnten nicht nur die langfristigen Ambitionen, sondern auch die operative Stabilität von Bayer 04 Leverkusen auf der Strecke bleiben.
