Kölner Stadtrat streitet über Umbenennung von Spielplätzen in Bewegungsflächen
Linus JesselKölner Stadtrat streitet über Umbenennung von Spielplätzen in Bewegungsflächen
Der Kölner Stadtrat wird über einen Vorschlag beraten, Spielplätze in „Spiel- und Bewegungsflächen“ umzubenennen. Ziel der Änderung ist es, die Flächen auch für Jugendliche attraktiver zu gestalten. Bürgermeisterin Henriette Reker hat sich bereits gegen die Idee ausgesprochen.
Die Debatte geht auf einen Beschluss von vor zwei Jahren zurück. Damals stimmte der Jugendhilfeausschuss einstimmig dafür, die Beschilderung zu aktualisieren. Stadtvertreter argumentieren, der Begriff „Spielplatz“ schließe ältere Kinder aus, während „Spiel- und Bewegungsfläche“ eine breitere Altersgruppe anspricht.
Reker hält die Umbenennung für überflüssig. Sie hat die Angelegenheit an den Stadtrat verwiesen, der nun die endgültige Entscheidung treffen soll. Die Beratung findet am 4. September statt.
Kritik an dem Vorhaben wächst: Sowohl Anwohner als auch lokale Persönlichkeiten wie der Website-Redakteur Kristof Kien hinterfragen die Notwendigkeit der Änderung. In der anstehenden Ratssitzung wird entschieden, ob die Schilder ausgetauscht werden. Bei einer Zustimmung würde der neue Name die erweiterte Zielgruppe widerspiegeln. Die Entscheidung liegt bei den gewählten Vertretern.
