09 May 2026, 06:27

Kant als 23-jähriger Influencer: Wie KI den Philosophen für Gen Z neu erfindet

Porträt von John Wilson Esqr., dem Begründer der moralischen Philosophie an der Universität Edinburgh, sitzend in einem Stuhl und ein Buch haltend, mit Text unten.

Kant als 23-jähriger Influencer: Wie KI den Philosophen für Gen Z neu erfindet

Eine deutsche Kreativagentur holt den Philosophen Immanuel Kant ins digitale Zeitalter – als 23-jährigen Influencer

Mit Hilfe von KI hat eine deutsche Werbeagentur den Aufklärer des 18. Jahrhunderts in die Gegenwart übertragen: Aus Immanuel Kant wurde „Manu“, ein junger Influencer auf Instagram. Das Projekt soll Kants komplexe Ideen einer jüngeren Zielgruppe näherbringen.

Die Hamburger Agentur Jung von Matt CREATORS entwickelte die Figur mithilfe modernster KI-Tools. Mit Stable Diffusion XL wurde Manu ein Gesicht verliehen, während ElevenLabs die Stimme des Influencers Ole Liebl klonte. Ein speziell trainierter ChatGPT-Assistent, angereichert mit Details zu Kants Leben und Werk, erstellt die Inhalte.

Doch die Umsetzung war nicht ohne Herausforderungen: Wie lässt sich Kants Philosophie für Generation Z zugänglich machen? Das Team setzte auf eine Balance zwischen Tiefe und Einfachheit, nutzte moderne Sprache und verpackte seine Theorien in popkulturelle Bezüge – etwa mit Verweisen auf Miley Cyrus’ Hit Flowers. Ethische Bedenken wurden ebenfalls berücksichtigt, um Kants Erbe zu wahren und Verzerrungen zu vermeiden.

Kant, 1724 in Königsberg geboren, gilt bis heute als einer der einflussreichsten Denker der Moderne. Seine „Kritik der reinen Vernunft“ und der transzendentale Idealismus prägten die Erkenntnistheorie, während sein kategorischer Imperativ die Grundlage heutiger Ethik bildet. Das Projekt soll nun globale Diskussionen anregen, indem es diese Ideen einem neuen Publikum vermittelt.

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Der KI-gesteuerte Influencer teilt Kants Philosophie in leicht verdaulichen, alltagsnahen Posts. Durch die Verbindung von historischer Genauigkeit und moderner Ansprache will die Kampagne klassisches Denken mit digitaler Kultur verbinden – und könnte damit einen Präzedenzfall schaffen: den Einsatz von KI, um intellektuelle Debatten unter jungen Menschen neu zu beleben.

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