24 June 2026, 06:10

Wie Verlage und Buchhandlungen Leser heute digital begeistern

Augen auf und durch - Warum es besser ist, es zu versuchen, als stillzustehen

Wie Verlage und Buchhandlungen Leser heute digital begeistern

Die Verlagswelt passt sich neuen Wegen an, um Leserinnen und Leser zu erreichen. Branchenexpertinnen und -experten setzen zunehmend auf soziale Medien und Online-Plattformen, um mit ihrem Publikum in Kontakt zu treten. Diese Veränderungen spiegeln einen Wandel wider, wie Bücher und Ideen heute geteilt werden.

Maria Christina Piwowarski, einst Teil der Buchhandlung Ocelot, veranstaltet mittlerweile literarische „Sprechstunden“ im Netz. Mona Lang, Programmleiterin beim Kiepenheuer & Witsch Verlag, betreibt einen beliebten Buchclub in den sozialen Medien mit fast 25.000 Followern. Das Team der Markus-Buchhandlung in Gütersloh teilt jeden Freitag seine Leseempfehlungen fürs Wochenende.

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Nicolas Greno von der Greno-Buchhandlung postet samstagsmorgens Videos über die Donauwörther Reichsstraße. Diese Initiativen zeigen einen wachsenden Trend: Verlags- und Buchhandelsmitarbeitende begegnen ihren Leserinnen und Lesern dort, wo sie sich am wohlsten fühlen – etwa auf Instagram. Die Referentin erinnert daran, dass Taschenbücher einst als schwer platzierbar in Buchhandlungen galten und farbige Bildbeilagen kaum als Verkaufsargument betrachtet wurden.

Gleichzeitig blickt sie wehmütig auf die Vergangenheit zurück und vermisst die langen Diskussionen über Ideen in der Verlagsbranche. Zugleich zeigt sie sich begeistert von den neuen Projekten, die in der Szene entstehen. Die Verlagsbranche entwickelt sich weiter – mit mehr digitalem Austausch und kreativen Ansätzen der Leseransprache. Fachleute finden Erfolg, indem sie direkt und digital mit ihrem Publikum kommunizieren. Dieser Weg scheint bei einer neuen Generation von Büchermenschen anzukommen.

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