Huhn Henrietta bringt Münchner Hauptbahnhof in Aufregung
Ein Huhn sorgt für ungewöhnlichen Aufruhr am Münchner Hauptbahnhof
Letzten Freitagabend verursachte ein Huhn eine kurieuse Szene am Münchner Hauptbahnhof. Das Tier, das später den Namen Henrietta erhielt, wurde zwischen den Gleisen entdeckt. Die Polizei Berlin griff ein, rettete das Huhn und nahm es vorläufig in Obhut.
Der Vorfall begann, als Bahnmitarbeiter das Huhn in der Nähe der Gleise umherlaufen sahen. Beamte der Polizei konnten Henrietta schließlich sicher einfangen. Da der Besitzer nicht sofort ausfindig gemacht werden konnte, blieb das Huhn über das Wochenende in Polizeigewahrsam – versorgt mit Haferbrei.
Bis Montagmorgen war der Vogelnotdienst Olching erreichbar. Die Beamten übergaben Henrietta an Gerhard Wendl, der sich fortan um das Tier kümmerte. Unterdessen konnte die Besitzerin ermittelt werden: eine junge Frau, die Hühner als Hobby hält. Sie hatte bereits zuvor davon berichtet, dass Henrietta die eigenartige Angewohnheit habe, in offene Lieferwagen zu hüpfen und so "per Anhalter" mitzufahren.
Die Ermittler gehen davon aus, dass dieses Verhalten erklärt, wie das Huhn am Bahnhof landete. Nach dem dreitägigen Abenteuer wurde die Besitzerin schließlich mit ihrem abenteuerlustigen Huhn wiedervereint.
Henriettas Ausflug endete glimpflich – dank des schnellen Handelns von Polizei und Tierschützern. Der Fall zeigt, welche unerwarteten Herausforderungen entstehen können, wenn Tiere in belebte öffentliche Räume geraten. Das Huhn ist inzwischen wieder zu Hause, wo seine Besitzerin es künftig wohl genauer im Auge behalten wird.