Henkel kauft zwei Spezialchemie-Firmen für Milliarden – und setzt auf Klebstoffe statt Konsumgüter
Kirsten HentschelHenkel kauft zwei Spezialchemie-Firmen für Milliarden – und setzt auf Klebstoffe statt Konsumgüter
Henkel hat Pläne bekannt gegeben, zwei Spezialchemieunternehmen zu übernehmen, um sein Klebstoffgeschäft auszubauen. Die milliardenschweren Deals markieren eine Abkehr von den schwächelnden Konsumgütermarken des Konzerns. Investoren reagierten positiv – nach der Ankündigung stiegen die Aktien um etwa 1 %.
Die deutsche Gruppe übernimmt den niederländischen Spezialchemiehersteller Stahl für 2,1 Milliarden Euro. Dies folgt einer früheren Vereinbarung zum Kauf von ATP Adhesive Systems, einem Schweizer Hersteller hochleistungsfähiger Klebebänder für die Automobil- und Industriebranche. Durch beide Transaktionen soll der Umsatz im Klebstoffbereich von Henkel um knapp eine Milliarde Euro pro Jahr steigen.
Die Übernahmen passen zu Henkels Strategie, sich stärker auf industrielle Märkte mit höheren Margen zu konzentrieren. Durch die Stärkung des Klebstoffsegments will das Unternehmen seine Abhängigkeit von Konsumgütern verringern, die in den letzten Jahren mit nachlassender Nachfrage zu kämpfen hatten.
Die Käufte werden Henkels Position bei Industrieklebstoffen und Spezialchemikalien weiter festigen. Nach der Bekanntgabe legten die Aktien um rund 1 % zu – ein Zeichen für das Vertrauen der Anleger in die neue Ausrichtung. Die Deals sollen die Umsatzstruktur des Konzerns in den kommenden Jahren deutlich verändern.






