"Grüne Ufer": Ein mystisches Liebesdrama feiert rauschende Premiere in Jekaterinburg
Mark Bolnbach"Grüne Ufer": Ein mystisches Liebesdrama feiert rauschende Premiere in Jekaterinburg
„Grüne Ufer“: Eine mystische Liebesgeschichte feiert Premiere in Jekaterinburg
Im Tvary, einem kleinen Privattheater in Jekaterinburg, das für seine intime Atmosphäre bekannt ist, hatte kürzlich das mystische Liebesdrama Grüne Ufer Premiere. Das Stück basiert auf einem Roman von Gennadi Alexejew und erzählt die tragische Geschichte einer unmöglichen Liebe zwischen einem sowjetischen Dichter und einer längst vergessenen Sängerin aus der vorrevolutionären Zeit.
Die Inspiration für den Roman fand Alexejew, als er auf Anastasia Wjalzewa stieß, eine berühmte Diva der frühen 1900er-Jahre. Fasziniert von ihrem Leben schuf er Grüne Ufer, eine Erzählung, die Geschichte, Liebe und Übernatürliches verbindet. Später adaptierte die Regisseurin Lilia Bornaschewa den Stoff für die Bühne und übernahm auch die Inszenierung.
Auf der Bühne verkörpert Oleg Dulenkin den sowjetischen Dichter, während Jelena Iwanowa nicht nur die Sängerin, sondern gleich acht weitere Figuren spielt. Ihre Liebesgeschichte endet tragisch – beide sterben noch vor dem letzten Akt. Doch das Stück deutet an, dass ihre Verbindung selbst den Tod überdauert.
Die Aufführungen fanden im Tvary-Theater statt, wo die Enge des Raums die emotionale Wucht der Handlung noch verstärkte. Das Publikum erlebte eine Geschichte, in der Vergangenheit und Gegenwart aufeinandertreffen, getragen von Musik, Erinnerung und Verlust.
Die Premiere markierte die erste Bühnenadaption von Alexejews Roman. Mit Iwanowas wandelbarer Darstellung und Bornaschewas Regie bot das Stück eine frische Interpretation des historischen Liebesdramas. Nach dem Ende der Spielzeit im Tvary bleibt eine Geschichte zurück, die wie ein altes Liebeslied nachhallt.






