Familie baut heimlich Fußballplatz im Garten – jetzt droht der Abriss
Laila SchomberFamilie baut heimlich Fußballplatz im Garten – jetzt droht der Abriss
Eine Familie in Telgte hat sich ohne Baugenehmigung einen privaten Fußballplatz im Garten angelegt. Das 16 Meter lange und 8 Meter breite Spielfeld – komplett mit Toren, Netzen und Flutlicht – sorgt für Spannungen mit den Nachbarn. Die örtlichen Behörden erklären nun, dass die Anlage gegen die Bebauungsvorschriften für Wohngebiete verstößt.
Robert Salomon und seine Familie errichteten den Platz, damit ihre Kinder zu Hause Fußball spielen können. Die Anlage umfasst zwei Tore, markenrechtlich geschützte Bandenwerbung sowie eine Beleuchtung – alles für den regelmäßigen Gebrauch konzipiert. Doch bald beschwerten sich Nachbarn über Lärm durch Spiele und Trainingseinheiten.
Die Stadt Telgte hat den Platz inzwischen in einem allgemeinen Wohngebiet für unzulässig erklärt. Die Behörden argumentieren, er entspreche nicht den örtlichen Bebauungsplänen und sei ohne Genehmigung erbaut worden. Auch der Kreis Warendorf wird voraussichtlich gegen die Anlage Stellung beziehen.
Salomon hat inzwischen einen Antrag auf nachträgliche Genehmigung gestellt, in der Hoffnung, den Platz für seine Kinder behalten zu dürfen. Er sucht nach einem Kompromiss, der eine sofortige Abrissanordnung im Falle einer Ablehnung vermeidet. Die lokale Verwaltung hat jedoch bereits empfohlen, den Antrag abzulehnen.
Die Familie muss nun damit rechnen, dass sie den Platz abbauen muss. Ohne Genehmigung darf die Anlage nicht in ihrer jetzigen Form bleiben. Eine endgültige Entscheidung wird zeigen, ob die Kinder weiter zu Hause spielen dürfen – oder ob der Platz verschwinden muss.