05 February 2026, 22:22

Evonik kämpft mit Umsatzrückgang und Stellenabbau gegen chinesische Konkurrenz

Ein Diagramm, das die 5-Bank-Vermögenskonzentration in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

Evonik-Aktionäre erhalten niedrigere Dividende - Evonik kämpft mit Umsatzrückgang und Stellenabbau gegen chinesische Konkurrenz

Evonik meldet einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinnen für das Jahr 2025. Der Chemiekonzern verzeichnete einen Umsatzrückgang um 7 % auf 14,1 Milliarden Euro, während das bereinigte Ergebnis um 9 % auf 1,9 Milliarden Euro einbrach. Schwache Konjunktur und der wachsende Wettbewerb durch chinesische Unternehmen belasten die Unternehmensperformance.

Nun bereitet sich die Gruppe auf weitere Kürzungen im Jahr 2026 vor, darunter Stellenabbau und eine gekürzte Dividende für Aktionäre.

Die Probleme des Unternehmens sind das Ergebnis jahrelanger Marktanteilsverluste in zentralen Geschäftsbereichen. In den vergangenen fünf Jahren hat Evonik im Bereich Spezialchemikalien gegenüber chinesischen Konkurrenten wie Wanhua Chemical und Sinochem an Boden verloren. Der globale Marktanteil in Segmenten wie Spezialmethacrylaten und Kieselsäure sank von etwa 25 % auf 18 %, da chinesische Hersteller ihre Kapazitäten ausbauten und mit niedrigeren Preisen unterboten.

Evonik steigerte seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung 2025 auf 625 Millionen Euro, blieb damit aber deutlich hinter den chinesischen Wettbewerbern zurück. Asiatische Unternehmen investierten im vergangenen Jahr gemeinsam über 10 Milliarden Euro in Innovation und konnten so grüne Technologien schneller einführen. Trotz höherer F&E-Aufwendungen setzten sich die Marktverluste von Evonik fort.

Als Reaktion auf die finanzielle Belastung wird das Unternehmen 2026 rund 1.000 Stellen streichen. Die Unternehmensführung kündigte zudem eine neue Dividendenpolitik an und senkte die Ausschüttung auf 1,00 Euro pro Aktie. Die RAG-Stiftung, größter Evonik-Aktionär, unterstützt diese Entscheidung.

Für 2026 rechnet der Konzern mit einem bereinigten Ergebnis zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro. Die Prognose spiegelt die anhaltenden konjunkturellen Herausforderungen und den intensiven Wettbewerb durch kostengünstigere Anbieter wider.

Die Ergebnisse für 2025 zeigen, wie stark Evonik unter der schwachen Nachfrage und dem zunehmenden Wettbewerb leidet. Stellenabbau und eine niedrigere Dividende sollen die Finanzen stabilisieren, doch der Druck durch chinesische Konkurrenten bleibt bestehen. Da die Gewinne auch 2026 voraussichtlich unter Druck stehen, wird die Erholung des Unternehmens von Kostendisziplin und Innovationskraft abhängen.