14 February 2026, 12:31

Equal Pay Day 2026: Warum Frauen in Deutschland noch immer 16 Prozent weniger verdienen

Ein Plakat mit einem Dollar-Symbol und dem Text "Es ist Zeit, Lohnlücken zu schließen, Männer machen den ganzen Dollar".

Equal Pay Day 2026: Warum Frauen in Deutschland noch immer 16 Prozent weniger verdienen

Lohnungleichheit in Deutschland bleibt ein hartnäckiges Problem: Frauen verdienen 2024 im Schnitt 16 Prozent weniger als Männer. Das entspricht effektiv 58 Tagen im Jahr, an denen Frauen unbezahlt arbeiten. Um auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen, findet der Equal Pay Day 2026 am 27. Februar in Greifswald statt.

Veranstaltet wird die Aktion vom Bündnis Equal Pay Day MV, zu dem der Landesfrauenrat Mecklenburg-Vorpommern und der DGB Nord gehören. Die Veranstaltung beginnt um 16:30 Uhr in der STRAZE, der Eintritt ist frei – Spenden sind vor Ort willkommen.

Seit 2010 pendelt sich die Lohnlücke in Deutschland zwischen 18 und 20 Prozent ein und liegt damit im EU-Mittelfeld. Während Länder wie Belgien oder Norwegen nur eine Differenz von 3 bis 6 Prozent aufweisen, übersteigt sie in einigen osteuropäischen Staaten 20 Prozent. Der EU-Durchschnitt beträgt etwa 13 Prozent, mit nur leichten Fortschritten in den letzten Jahren.

Zu den Hauptgründen für die Ungleichheit zählen die häufigere Teilzeitarbeit von Frauen, ihre Überrepräsentation in niedrig bezahlten Berufen sowie in Care-Berufen. Die Kampagne will Bewusstsein schaffen und politische sowie gesellschaftliche Veränderungen anstoßen.

Weitere Informationen gibt es unter #equalpaydaymv oder bei den regionalen Bündnispartnern und der Gleichstellungsbeauftragten. Ziel der Veranstaltung ist es, die anhaltende Lohnungerechtigkeit ins Rampenlicht zu rücken und konkrete Schritte zur Schließung der Lücke zu fördern.