27 June 2026, 14:08

Dieter Nuhrs Femizid-Witze lösen Empörung aus – doch der rbb bleibt untätig

Dieter Nuhrs Misogynie-Witze

Dieter Nuhrs Femizid-Witze lösen Empörung aus – doch der rbb bleibt untätig

Der Komiker Dieter Nuhr hat mit Witzen, die nach Ansicht vieler schädliche Klischees verstärken, erneut Kritik auf sich gezogen. Seine jüngsten Äußerungen über Femizide und Frauen stoßen auf breite Verurteilung. Der Rundfunksender rbb, der seine Show ausgestrahlt hat, hat die Empörung zwar zur Kenntnis genommen, aber angekündigt, keine Konsequenzen zu ziehen.

In seiner ARD-Sondersendung für 2026 machte Nuhr einen Witz darüber, dass Parkplätze für Frauen zu klein seien – ein wiederkehrendes Muster in seinem Programm, in dem Frauen und das Thema Parken häufig als Running Gag dienen.

Zudem behauptete er, das Risiko, dass eine Frau in Deutschland von einem Mann getötet werde, sei „praktisch nicht existent“. Nuhr bestritt, dass es ein strukturelles Problem mit Femiziden gebe, und schlug vor, Frauen sollten ihre Partner einfach besser aussuchen, um Opfer zu vermeiden. Kritiker werfen ihm vor, sein Humor sei plump und verschiebe die Schuld auf die Frauen, statt die Täter in den Fokus zu nehmen.

Statistiken zeigen jedoch, dass in 87 Prozent der Femizid-Fälle der Täter der aktuelle oder ehemalige Partner ist – und kein Fremder. Trotz dieser Zahlen verharmlost Nuhr die Verbreitung und Schwere solcher Gewalt. Öffentlich-rechtliche Sender wie der rbb bieten ihm weiterhin eine Bühne und rechtfertigen dies mit dem Argument der künstlerischen Freiheit.

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Der rbb hat die Kritik zwar anerkannt, aber klargestellt, dass es keine Folgen für Nuhrs Programm geben werde. Seine Witze bleiben dem Publikum zugänglich, während die Debatte über Verantwortung in der Comedy weitergeht. Die Diskussion spiegelt die Spannung zwischen Meinungsfreiheit und den Auswirkungen solcher Äußerungen auf den gesellschaftlichen Diskurs wider.

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