Deutsche Telekom wächst – doch der Glasfaser-Ausbau in Deutschland stockt
Mark BolnbachTelekom verdient nicht genug an Glasfaser-Internet - Deutsche Telekom wächst – doch der Glasfaser-Ausbau in Deutschland stockt
Deutsche Telekom verzeichnet stetiges Wachstum im dritten Quartal – Glasfaser-Ausbau stockt
Die Deutsche Telekom hat im dritten Quartal ein solides finanzielles Wachstum verzeichnet: Die Umsätze stiegen auf 28,9 Milliarden Euro. Dennoch zeigen sich die Unternehmensführer besorgt über die zögerliche Verbreitung von Glasfaser-Internet in Deutschland. Trotz des ausgebauten Netzes haben bisher nur wenige berechtigte Kunden auf den schnelleren Dienst umgestellt.
Die Konzernumsätze legten im Jahresvergleich um 1,5 Prozent zu und erreichten 28,9 Milliarden Euro im Quartal. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) stieg leicht um 0,2 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro. Die Zahlen spiegeln eine Phase moderaten, aber kontinuierlichen wirtschaftlichen Fortschritts wider.
Das Glasfasernetz der Deutschen Telekom deckt mittlerweile 11,8 Millionen Haushalte und Unternehmen in Deutschland ab. Im Berichtsquartal stieg die Zahl der "Fiber to the Home"-Kunden (FTTH) um 155.000. Dennoch haben nur 16,1 Prozent der Anschlusspartner tatsächlich einen Glasfaser-Tarif gebucht.
Vorstandsvorsitzender Tim Höttges bezeichnete die Umstellungsquote als "viel zu niedrig" und kritisierte vor allem große Wohnungsvermieter, die Gebühren für die Verlegung von Glasfaser in Mehrfamilienhäusern verlangen. Er forderte die Politik auf, die Vorschriften zu vereinfachen, um den Ausbau in Mehrparteienhäusern zu erleichtern. Zudem plant das Unternehmen, den Fokus auf die Erschließung von Einfamilienhäusern zu legen.
Finanzvorstand Christian Illek teilte die Frustration und betonte, dass mehr getan werden müsse, um Kunden zum Wechsel auf Glasfaser-Anschlüsse zu bewegen.
Trotz finanzieller Erfolge und Netzausbaus drängt die Deutsche Telekom weiter auf eine breitere Glasfaser-Nutzung. Da nur ein kleiner Teil der berechtigten Nutzer umsteigt, setzt das Unternehmen auf regulatorische Änderungen und neue Installationsschwerpunkte. Die nächsten Schritte hängen sowohl von politischen Weichenstellungen als auch von der Kundennachfrage ab.






