02 February 2026, 06:14

Commerzbank in Gelsenkirchen: 3.100 Schließfächer nach spektakulärem Einbruch geleert

Ein alter Banknote aus Northampton mit einem Porträt eines Mannes und gedrucktem Text, der Informationen über die Bank enthält.

Millionenraub: Sparkasse eröffnet Kunden-Service-Stelle - Commerzbank in Gelsenkirchen: 3.100 Schließfächer nach spektakulärem Einbruch geleert

Großer Einbruch in Gelsenkirchener Commerzbankfiliale: 3.100 Schließfächer geleert – Bank eröffnet Servicezentrum

Bei einem spektakulären Einbruch in einer Filiale der Commerzbank in Gelsenkirchen im vergangenen Dezember wurden rund 3.100 Kundenschließfächer ausgeräumt. Die Bank hat nun ein spezielles Servicezentrum eingerichtet, um Betroffene zu unterstützen – doch gleichzeitig sieht sie sich mit Klagen wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen konfrontiert.

Bei dem Raubüberfall Ende Dezember drangen Diebe in die Gelsenkirchener Filiale ein und öffneten Tausende private Safes. Bisher konnten die Ermittler weder Tatverdächtige ermitteln noch gestohlene Gegenstände sichern.

Die Commerzbank hat zugesagt, verifizierte Verluste bis zu 10.300 Euro pro Kunde zu erstatten. Doch viele der gelagerten Wertsachen übersteigen diese Grenze bei Weitem. Für die Schadensregulierung verlangt die Bank von jedem Betroffenen eine detaillierte Auflistung der fehlenden Gegenstände.

Das neu eingerichtete Servicezentrum soll Kunden nun transparente Hilfe bei der Schadensmeldung bieten. Gleichzeitig wurden bereits drei Musterklagen eingereicht, in denen der Commerzbank fahrlässiger Umgang mit Sicherheitsstandards vorgeworfen wird. Die Bank weist die Vorwürfe zurück und betont, ihre Systeme entsprächen den anerkannten technischen Richtlinien.

Betroffene können ihre Ansprüche nun über einen dedizierten Support-Kanal der Commerzbank geltend machen. Während die Entschädigung auf maximal 10.300 Euro begrenzt ist, könnten Besitzer hochwertigerer Wertgegenstände weitergehende rechtliche Schritte einleiten müssen. Die Ermittlungen zum Einbruch laufen weiterhin – bisher ohne konkrete Spur.