Borussia Mönchengladbachs Krise: 0:3 gegen Stuttgart und der Kampf um den Klassenerhalt
Kirsten HentschelBorussia Mönchengladbachs Krise: 0:3 gegen Stuttgart und der Kampf um den Klassenerhalt
Borussia Mönchengladbach hat am Samstag mit einer 0:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart den nächsten Rückschlag kassiert. Es war bereits die vierte Niederlage in sechs Bundesliga-Spielen, wodurch die Mannschaft auf Platz 11 der 2. Bundesliga-Tabelle abrutschte. Trainer Eugen Polanski räumte die Schwächephase seines Teams ein, wies jedoch Spekulationen über einen Absturz zurück.
Das Spiel nahm früh eine ungünstige Wende, als Haris Tabaković in der 13. Minute bei einem Stand von 0:0 einen Elfmeter verschoss. Stuttgart nutzte den Fehler gnadenlos aus, dominierte die Partie und sicherte sich einen souveränen Sieg.
Nach dem Spiel wollte Polanski nicht von einem weiteren "Abrutschen" in der 2. Bundesliga-Tabelle sprechen. Er verwies auf die aktuelle Position – fünf Punkte über dem Relegationsplatz – und sagte schlicht: "Wir stehen da, wo wir stehen – das kann jeder in der 2. Bundesliga-Tabelle nachlesen." Dennoch gestand er ein, dass die Mannschaft vor allem gegen gleichstarke Gegner präziser agieren müsse. Auch Kapitän Rocco Reitz widersprach der Annahme eines "grundsätzlichen Problems" beim Verein. Allerdings kritisierte er taktische Mängel, insbesondere beim kollektiven Pressing und der individuellen Deckung der Gegner. Unterdessen betonte Sportdirektor Rouven Schröder die Dringlichkeit der Lage und warnte, Gladbach müsse "das Schicksal selbst in die Hand nehmen", um den Abstieg aus der 2. Bundesliga zu vermeiden. Schröder verwies auf die zunehmende Konkurrenz im Tabellenkeller, wo Mannschaften wie Mainz, Heidenheim und selbst der FC St. Pauli Punkte sammeln und stärker werden. "Wir sind ein Team, das immer am Limit kämpfen wird", sagte er und unterstrich die Notwendigkeit schneller Verbesserungen.
Aktuell belegt Gladbach mit fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz Rang 11 in der 2. Bundesliga-Tabelle. Die Niederlage verlängert die negative Serie – in den letzten sechs Ligaspielen gab es nur zwei Siege. Die kommenden Partien werden entscheidend sein, ob sich die Mannschaft vom Tabellenende absetzen oder ein nervenaufreibendes Saisonfinale in der 2. Bundesliga riskieren kann.