19 March 2026, 10:25

Bayerische Städte ersetzen Ampelmännchen durch Knödel, Würstchen und Dürer-Hasen

Eine Gruppe von Menschen in traditioneller bayrischer Tracht, die eine Straße entlangmarschieren, Instrumente spielen und Taschen tragen, mit Bäumen, Gebäuden und einem geparkten Fahrzeug im Hintergrund.

Wenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte ersetzen Ampelmännchen durch Knödel, Würstchen und Dürer-Hasen

In mehreren bayerischen Städten haben klassische Fußgängerampeln Platz gemacht für Varianten mit lokalen Kulturikonen. Damit soll die regionale Identität gestärkt werden – etwa durch eine Knödel werfende Frau in Deggendorf oder einen Würstchenverkäufer in Hof. Das bayerische Innenministerium zeigt sich jedoch besorgt über mögliche Sicherheitsrisiken und die klare Erkennbarkeit der Signale.

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Der Trend begann vor Jahren: Seit 2017 haben mindestens acht deutsche Städte thematische Ampeln eingeführt. München verfügt mittlerweile über drei "Pumuckl"-Lichter, Straubing zeigt den "Bruder Straubinger", und in Dachau leuchten Figuren in traditioneller bayerischer Tracht. Nürnberg installierte sogar ohne staatliche Genehmigung den "Feldhasen" von Albrecht Dürer – die Stadt betont, sie trage allein die Verantwortung für etwaige Probleme.

Hofs Plan für eine "Wärschtlamo"-Ampel mit dem berühmten Würstchenverkäufer wurde zunächst aus Sicherheitsbedenken blockiert. Nach einer Prüfung gab es jedoch grünes Licht – bald soll das Design in Betrieb gehen. Dachau hingegen investierte 300 Euro in Schablonen und Designerhonorare für seine Tracht-Ampeln.

Das bayerische Innenministerium lehnt die individuellen Entwürfe ab und argumentiert, dass standardisierte Symbole sofort erkennbar seien. Trotzdem setzen immer mehr Städte auf die kreativen Lösungen, um lokale Identität mit alltäglicher Infrastruktur zu verbinden.

Thematische Ampeln prägen inzwischen mehrere bayerische Orte, jeder mit eigenem kulturellen Erbe. Während Kritiker auf mögliche Risiken hinweisen, sehen Befürworter darin eine spielerische Möglichkeit, den Gemeinschaftssinn zu stärken. Vorerst bleiben die Lichter bestehen – Städte wie Hof und Nürnberg setzen ihre Pläne trotz offizieller Vorbehalte um.

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