13 March 2026, 22:13

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarkraftwerk auf stillgelegter Deponie

Eine Luftaufnahme eines Solarparks mit zahlreichen Solarmodulen auf einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras, Wasser und einer nahen Bahntrasse.

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarkraftwerk auf stillgelegter Deponie

Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk – Start für Mitte 2025 geplant

Eine ehemalige Mülldeponie in Ahaus-Alstätte soll bald ein neues Solarkraftwerk beherbergen, nachdem der Kreis Borken grünes Licht für das Vorhaben gegeben hat. Das Projekt, das von der Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWG) geleitet wird, zielt darauf ab, brachliegendes Gelände in eine Quelle erneuerbarer Energien umzuwandeln. Die Verantwortlichen hoffen, dass die Anlage bis Mitte 2025 in Betrieb geht, um Förderfristen einzuhalten.

Die Deponie, die dem Kreis Borken und der Stadt Ahaus gemeinsam gehört, wurde trotz laufender Setzungsbewegungen des Bodens ausgewählt. Zwar stellt das absackende Gelände eine Herausforderung für herkömmliche Bebauung dar, für Solarmodule ist es jedoch gut geeignet. Das 1,6-Millionen-Euro-Projekt könnte zudem die langfristigen Instandhaltungskosten der Deponie senken – was sich möglicherweise in niedrigeren Müllgebühren für die Bürger niederschlägt.

Mehr als nur Solarstrom: Speicherlösungen in Planung Darüber hinaus wird der Standort als möglicher Standort für großtechnische Energiespeicher geprüft. Diese könnten überschüssige Windenergie zwischenspeichern und so die Netzstabilität verbessern. Das Vorhaben reiht sich in ähnliche Projekte in Nordrhein-Westfalen ein, wo seit 2021 bereits drei weitere Solarkraftwerke auf ehemaligen Deponien entstanden sind oder geplant werden – etwa in Marl, Gelsenkirchen und Krefeld.

Damit das Solarkraftwerk in Ahaus-Alstätte staatliche Förderung erhält, muss es bis Mitte 2025 ans Netz gehen. Bei Erfolg würde es nicht nur die regionale Kapazität für erneuerbare Energien erhöhen, sondern auch eine sinnvolle Nachnutzung für Flächen bieten, die für die Müllentsorgung nicht mehr geeignet sind. Zudem könnte das Projekt als Vorbild dienen, um Solaranlagen künftig mit Energiespeichern auf stillgelegten Deponien zu kombinieren.

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