08 May 2026, 20:10

Amos Oz' Zwischen Freunden – Kibbuz-Leben und Träume vom Ideal am 13. Mai

Ein Plakat mit einer detaillierten Karte Israels mit geografischen Merkmalen, Stadtnamen und bilingualem (Englisch und Hebräisch) Text.

Amos Oz' Zwischen Freunden – Kibbuz-Leben und Träume vom Ideal am 13. Mai

Literarische Lesung am 13. Mai: Amos Oz’ Zwischen Freunden und das Leben im Kibbuz

Am 13. Mai findet eine literarische Veranstaltung statt, bei der aus Amos Oz’ Roman Zwischen Freunden gelesen wird – ein Werk, das in den 1950er-Jahren in einem Kibbuz spielt. Heinz D. Haun wird eine Passage aus der Erzählung Esperanto vortragen, die die Herausforderungen des kollektiven Zusammenlebens thematisiert. Die Lesung erfolgt am Vorabend des israelischen Unabhängigkeitstags und knüpft damit an die historische Gründung des Staates im Jahr 1948 an.

Kibbuzim waren jüdische Gemeinschaftssiedlungen in Israel, die bereits vor der Staatsgründung entstanden. Ihre Gründer strebten eine ideale Gesellschaft an – ohne Geld, Privateigentum oder Ungleichheit. Jedes Mitglied arbeitete hart, teilte Ressourcen und trug gleichberechtigt zum Wohl der Gruppe bei.

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In Zwischen Freunden untersucht Amos Oz die Spannungen innerhalb dieses Systems. Die Geschichte Esperanto begleitet Martin, einen Schuhmacher, der davon träumt, einen Esperanto-Club zu gründen – ein Symbol für die Hoffnung des Kibbuz auf Einheit. Doch trotz des edlen Ansinnens machte die menschliche Natur wahre Gleichheit nur schwer erreichbar.

Die Veranstaltung am 13. Mai steht in direktem Bezug zur israelischen Geschichte: Am 14. Mai 1948 proklamierte David Ben-Gurion die Unabhängigkeit des Landes. Die Lesung am Vorabend dieses Jahrestags bietet die Gelegenheit, über die Ideale nachzudenken, die die frühe israelische Gesellschaft prägten – und über die Schwierigkeiten, denen sie begegnete.

Heinz D. Hauns Vortrag bringt Oz’ Reflexionen über das Kibbuz-Leben einem modernen Publikum nahe. Die Veranstaltung wirft nicht nur ein Licht auf den visionären Geist der frühen Siedlungen Israels, sondern auch auf die Komplexität ihres Erbes. Die Zuhörer können die Geschichte hören, während das Land sich auf einen weiteren Unabhängigkeitstag vorbereitet.

Quelle