06 February 2026, 18:28

70 Kilometer ohne Schlaf: Reservisten kämpfen im Teutoburger Wald um ihre Grenzen

Eine Gruppe von Soldaten marschiert, einige tragen Gegenstände auf dem Rücken, mit Bäumen im Hintergrund und Text am unteren Rand des Bildes.

70 Kilometer ohne Schlaf: Reservisten kämpfen im Teutoburger Wald um ihre Grenzen

Reservisten der Bundeswehr stellen sich einem extremen 70-Kilometer-Marsch durch den Teutoburger Wald

Beim "Durchbruch-Manöver" werden die Teilnehmer an ihre körperlichen und mentalen Grenzen gebracht – 36 Stunden ohne Schlaf. Der Auftakt bildete ein Schwimmen durch den Dortmund-Ems-Kanal, und zwar ohne Neoprenanzug, überwacht von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

Früh am Morgen begannen die Teams ihren Einsatz mit dem Sprung in die kalten Fluten des Kanals. Unter Aufsicht der DLRG setzte der anspruchsvolle Schwimmtest ohne Schutzausrüstung den Ton für die kommenden Herausforderungen: Kein Zögern, kein Zurück.

An Land folgten eine Mischung aus körperlichen und taktischen Prüfungen. Die Reservisten seilten sich an steilen Hängen ab, durchquerten dichtes Waldgelände, um Drohnen zu entgehen, und absolvierten einen Biathlon. Simulierte Einsätze wie die Bergung von Unfallopfer-Attrappen und Fahrzeugkontrollen steigerten den Druck zusätzlich.

Die Zeit ist knapp: Bis Samstagabend, 23 Uhr, müssen alle Teams die gesamte Strecke bewältigen und zum Stützpunkt zurückkehren. Die Übung verlangt mehr als bloße Ausdauer – sie prüft Motivation, Belastbarkeit und Charakter. Einige Teilnehmer, die bereits Ende 50 sind, beweisen, dass Entschlossenheit kein Alter kennt.

Am Sonntag findet eine Siegerehrung statt, die das Ende der Herausforderung markiert. Zwar werden keine genauen Teilnehmerzahlen der Vorjahre veröffentlicht, doch das Event zieht weiterhin Reservisten an, die ihre Grenzen austesten wollen.

Das "Durchbruch-Manöver" zwingt die Soldaten, sich auf Ausdauer, Fähigkeiten und Teamgeist zu verlassen. Ohne Schlaf und mit unerbittlichen körperlichen Anforderungen werden nur diejenigen das Ziel erreichen, die in Topform sind. Die abschließende Ehrung gilt jenen, die die 36-stündige Prüfung durchstanden haben.