22 March 2026, 14:14

1.000 Menschen protestieren in Köln gegen Rassismus – trotz schwächerer Beteiligung als erwartet

Eine Gruppe von Menschen in Masken, die eine Straße entlanggehen und ein Transparent halten, mit einem geparkten Auto auf der linken Seite, Gebäuden, Bäumen, Schildern, Pfosten, einem Uhrenturm und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

1.000 Menschen protestieren in Köln gegen Rassismus – trotz schwächerer Beteiligung als erwartet

Über 1.000 Menschen gingen am Samstag in Köln auf die Straße, um gegen Rassismus zu protestieren. Die von dem Bündnis "Köln nimmt Stellung" organisierte Demonstration stand unter dem Motto des Internationalen Tags zur Beseitigung der Rassendiskriminierung. Obwohl die Polizei mit bis zu 10.000 Teilnehmenden gerechnet hatte, blieb die tatsächliche Beteiligung deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Der Demonstrationszug startete am Sudermannplatz und führte über den Hohenzollernring in Richtung Rudolfplatz. Die Teilnehmenden trugen bunte Fahnen und hielten Schilder mit Parolen wie "Herz statt Hass" hoch, um ihre Haltung gegen Diskriminierung deutlich zu machen. Die Veranstaltung war eine von mehreren in der Stadt, die auf Aufrufe lokaler antirassistischer Gruppen reagierten.

Am Rudolfplatz schloss sich eine Kundgebung an, bei der der Künstler Jacques Tilly mit einem satirischen Wagen die rechtspopulistische AfD auf die Schippe nahm. Seine Arbeit spiegelte einen Wandel der letzten Jahre wider: Immer häufiger richten sich Proteste gezielt gegen konkrete politische Akteure. Seit 2021 verzeichnet Köln eine wachsende Beteiligung an Antirassismus-Demonstrationen – von damals etwa 2.000 auf über 10.000 Teilnehmende im Jahr 2025. Allein die Demonstration "Köln gegen Rechts" im Jahr 2024 hatte rund 8.000 Menschen mobilisiert.

Obwohl die diesjährige Beteiligung geringer ausfiel als erwartet, setzte sich der Trend des öffentlichen Widerstands gegen Rassismus und Extremismus in der Stadt fort.

Die Demonstration endete mit einer Abschlusskundgebung am Rudolfplatz, wo Rednerinnen und Redner die Botschaft gegen Hass und Ausgrenzung unterstrichen. Auch wenn die Teilnehmendenzahl hinter den Prognosen zurückblieb, knüpfte die Veranstaltung an Kölns Tradition aktiver Antirassismus-Proteste an. Organisatorinnen, Organisatoren und Teilnehmende nutzten den Tag, um auf anhaltende Sorgen über Rassismus und den Aufstieg rechtsextremer Politik aufmerksam zu machen.

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