Zwei gegensätzliche Kundgebungen in Hamm: Reproduktive Gerechtigkeit vs. Recht auf Leben
Linus JesselZwei gegensätzliche Kundgebungen in Hamm: Reproduktive Gerechtigkeit vs. Recht auf Leben
In Hamm fanden am Donnerstag, dem 5. Februar, zwei getrennte Kundgebungen statt. Während ein Demonstrationszug sich auf reproduktive Gerechtigkeit konzentrierte, widmete sich eine kleinere Versammlung der Menschenwürde und dem Recht auf Leben. Beide Veranstaltungen verliefen ohne Störungen, allerdings kam es zu einigen Verkehrsbehinderungen entlang der Route.
Die erste Demonstration unter dem Motto "Reproduktive Gerechtigkeit – Gegen das katholische Abtreibungsverbot" begann um 10 Uhr auf dem Marktplatz. Rund 500 Teilnehmer zogen über die Widumstraße und die Marker Allee, bevor sie sich um 11:40 Uhr vor dem Landesarbeitsgericht versammelten. Die Polizei begleitete den Zug, der zu vorübergehenden Straßensperrungen und leichten Verkehrsbeeinträchtigungen führte.
Eine zweite, stationäre Kundgebung stand unter dem Thema "Menschenwürde und das Recht auf Leben für alle Menschen". Organisiert von der Initiative "Aktion für das Recht auf Leben für alle" nahmen 14 Personen teil, und die Veranstaltung endete gegen Mittag. Die Polizei überwachte die friedlich verlaufende Versammlung.
In den vergangenen fünf Jahren gab es in Hamm keine dokumentierten Demonstrationen zu den Themen Abtreibung oder reproduktive Gerechtigkeit, sodass dies die erste derartige Veranstaltung in jüngerer Zeit darstellte.
Beide Kundgebungen endeten ohne Zwischenfälle, es gab keine Berichte über Auseinandersetzungen oder Festnahmen. Der Demonstrationszug für reproduktive Gerechtigkeit markierte eine seltene öffentliche Protestaktion zu diesem Thema in Hamm. Der Verkehr normalisierte sich kurz nach Ende der Veranstaltungen wieder.