Zwei Frauen aus NRW sollen riesige Cannabis-Plantage in Wittlich betrieben haben
Kirsten HentschelZwei Frauen aus NRW sollen riesige Cannabis-Plantage in Wittlich betrieben haben
Zwei Frauen aus dem Rhein-Erft-Kreis stehen im Verdacht, in eine großangelegte Cannabis-Produktion verwickelt zu sein, nachdem sie bei einer Routinekontrolle im vergangenen Jahr auf der Autobahn A1 bei Euskirchen aufgefallen waren. Die Polizei entdeckte daraufhin in Wittlich (Rheinland-Pfalz) eine versteckte Plantage, die im Rahmen der Ermittlungen durchsucht wurde. Seitdem führte die Operation zu mehreren Beschlagnahmungen von Drogen, Bargeld und Hunderten von Cannabispflanzen.
Der Fall nahm seinen Anfang, als Beamte bei einer Verkehrskontrolle auf der A1 ein Fahrzeug mit zwei Frauen im Alter von 39 und 41 Jahren anhielten. Bei der Durchsuchung des Wagens fanden sie Marihuana, THC-haltige Produkte und eine geringe Menge Amphetamin. Dieser Fund löste weitere Ermittlungen aus, die schließlich auf eine mutmaßliche Cannabis-Plantage in Wittlich hinwiesen.
Am 15. Januar durchsuchten die Behörden die Anbaufläche in Wittlich. Sie beschlagnahmten mehrere Hundert Cannabispflanzen mit einem geschätzten Straßenverkaufswert im sechsstelligen Bereich. Zudem wurden am Tatort Bargeld im niedrigen fünfstelligen Bereich sichergestellt.
Durchsuchungsbefehle wurden auch für die Wohnungen der beiden Verdächtigen vollstreckt. In einer der Wohnungen fanden die Beamten weiteres Cannabis sowie zusätzliches Bargeld. Auch in der zweiten Wohnung wurden größere Mengen der Droge entdeckt.
Die Ermittlungen dauern noch an, doch die bisherigen Beschlagnahmungen haben bereits ein bedeutendes Cannabis-Netzwerk gestört. Den beiden Frauen aus dem Rhein-Erft-Kreis drohen nun mögliche Anklagen wegen Drogenanbaus und -besitzes. Die Polizei wertet weiterhin die bei den Razzien sichergestellten Beweismittel aus.