Zanders-Projekt vor großem Wandel: Neuer Chef, Abriss und 6.000 Chancen für Bergisch Gladbach
Mark BolnbachZanders-Projekt vor großem Wandel: Neuer Chef, Abriss und 6.000 Chancen für Bergisch Gladbach
Das Zanders-Entwicklungsprojekt tritt in eine neue Phase ein, da Oliver Brügge nach 16 Monaten als Geschäftsführer der Zanders Development Corporation (ZEG) zurücktritt. Sein Abschied fällt in eine entscheidende Zeit, in der auf dem 35 Hektar großen Gelände weitreichende Veränderungen geplant sind – darunter neue Wohnungen, Arbeitsplätze sowie die Sanierung historischer Gebäude. Zudem wird das Areal durch die Eröffnung des Rail Parks im Mai besser erreichbar sein.
Brügges Ausscheiden wurde gemeinsam mit der Ernennung von Udo Krause zum kommissarischen Geschäftsführer bekannt gegeben. Bürgermeister Marcel Kreutz würdigte Brügges Verdienste bei der Gründung der ZEG und der Ausarbeitung ihrer langfristigen Strategie. Sowohl Brügge als auch Krause betonten die Notwendigkeit einer ausgewogenen Mischung aus kleinen, inhabergeführten Läden und einem größeren Supermarkt, um die künftige Gemeinschaft zu versorgen.
Noch in diesem Jahr beginnen die Abrissarbeiten an neueren Bauten, um bis Anfang 2027 das historische Z-Ensemble freizulegen und damit ein zentrales Stück des Geländes als Kulturerbe zu bewahren. Parallel wird ein Masterplan erarbeitet, der die zulässigen Projektarten und die zu erfüllenden Standards festlegt.
Die Dimensionen des Vorhabens sind ehrgeizig: In den nächsten 20 bis 25 Jahren sollen auf dem Zanders-Gelände 3.000 neue Wohnungen entstehen und 3.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Um Investoren zu gewinnen und die Öffentlichkeit auf dem Laufenden zu halten, geht demnächst die Website zanders.de als zentrale Informationsplattform online. Bereits jetzt hat ein Investor großes Interesse an gewerblichen und gastgewerblichen Projekten auf dem Gelände signalisiert.
Die Erreichbarkeit verbessert sich ab dem 9. Mai mit der Eröffnung des Rail Parks – eine Maßnahme, die das Areal besonders für jüngere Besucher attraktiver machen soll.
Der Führungswechsel markiert einen Wendepunkt für Zanders: Abriss, Denkmalsanierung und neue Infrastruktur stehen bevor. Langfristig sieht die Vision Wohnraum, Arbeitsplätze und ein vielfältiges Einzelhandelsangebot vor. Die nächsten Schritte hängen nun von der Finalisierung des Masterplans und der Sicherung weiterer Investitionen ab.






