30 December 2025, 10:28

Wolf reißt sechs Schafe in Neunkirchen-Wiederstein – Landwirte alarmiert

Schafe in weißer Farbe in der Nähe eines hölzernen Zauns mit unscharfen Pflanzen im Hintergrund.

Wolf reißt sechs Schafe in Neunkirchen-Wiederstein – Landwirte alarmiert

Sechs Schafe in Neunkirchen-Wiederstein über die Feiertage von einem Wolf getötet

In Neunkirchen-Wiederstein sind über die Feiertage sechs Schafe von einem Wolf gerissen worden. Die Tiere wurden schwer verstümmelt aufgefunden, einige mit abgerissenen Gliedmaßen. Lokale Landwirte befürchten nun, dass sich Wölfe dauerhaft in der Nähe menschlicher Siedlungen ansiedeln könnten.

Das Eigentümerpaar der Schafe geht von einem Wolfsangriff aus. Ein elektrischer Zaun konnte das Raubtier nicht aufhalten, was Fragen nach wirksamen Schutzmaßnahmen aufwirft. Bereits einen Tag zuvor hatte es in Liebenscheid (Rheinland-Pfalz) einen weiteren mutmaßlichen Wolfsangriff gegeben.

Ähnliche Vorfälle häufen sich in Südwestfalen. Seit dem Sommer 2025 wird in der Region ein männlicher Wolf mit dem Spitznamen GW1022m gesichtet. Zwar gibt es noch keine offizielle Bestätigung durch Behörden wie das LANUV, doch seine Anwesenheit sorgt für Diskussionen. Einige fordern die Bejagung von Wölfen, um weitere Nutztierverluste zu verhindern. Klaudia Witte vom NABU hingegen betont, dass die Jagd auf Wölfe keine nachhaltige Lösung sei. Der Konflikt zwischen Landwirten und Naturschützern über den Umgang mit der wachsenden Bedrohung bleibt damit ungelöst.

Die Angriffe zwingen die Bauern, nach besseren Schutzmöglichkeiten für ihre Tiere zu suchen. Da Wölfe möglicherweise dauerhaft in besiedelten Gebieten bleiben, ist die Lage weiterhin unklar. Die Behörden haben die Identität des Raubtiers noch nicht bestätigt und auch keine konkreten nächsten Schritte angekündigt.