Witten entscheidet: Soll das Wildschweingehege wiederbelebt oder zum Waldlabor werden?
Mark BolnbachWitten entscheidet: Soll das Wildschweingehege wiederbelebt oder zum Waldlabor werden?
Die Zukunft des Wildschweingeheges auf dem Hohenstein in Witten wird bald entschieden. Seit Juli 2025 steht das Gelände leer, nachdem die letzten acht Wildschweine getötet wurden. Nun muss der Stadtrat in einer Sitzung am 23. Februar 2026 zwischen konkurrierenden Vorschlägen wählen.
Das Gehege war bereits im Sommer 2025 geschlossen worden und beendete damit eine langjährige lokale Attraktion. Über die Jahre wurden jährlich etwa zehn Wildschweine zur Bestandsregulierung getötet. Genauere Besucherzahlen vor der Schließung sind nicht bekannt, da die Unterlagen nicht öffentlich zugänglich sind.
Die AfD setzt sich dafür ein, das Gehege wieder mit Wildschweinen zu besetzen. Die CDU hingegen schlägt vor, die Bevölkerung zu alternativen Nutzungsmöglichkeiten des Geländes zu befragen. Die SPD hat bereits ihre Unterstützung für eine Bürgerbeteiligung angekündigt und wird entsprechend abstimmen.
Die Stadtverwaltung hat einen eigenen Plan vorgelegt: Die Fläche soll in ein experimentelles Forstprojekt umgewandelt werden. Dort könnten seltene Baumarten gepflanzt und das Gelände für ökologische Forschung genutzt werden.
Die Entscheidung des Stadtrats am 23. Februar wird die nächste Phase des Geländes prägen. Falls der Forstplan genehmigt wird, könnte das Projekt bald starten und das ehemalige Wildschweingehege ersetzen. Das Ergebnis wird auch zeigen, ob künftig Bürgerbeteiligung oder politische Initiativen über die Nutzung des Geländes entscheiden.






