19 March 2026, 18:12

Windpark in NRW: Gericht wehrt Klage von Drachenfliegern ab und ebnet Bauweg

Luftaufnahme eines Windrades in einer grünen Wiese mit Bäumen, Häusern und Tieren in Irland.

Drachen- und Gleitschirmclub scheitert mit Notantrag gegen neue Windräder - Windpark in NRW: Gericht wehrt Klage von Drachenfliegern ab und ebnet Bauweg

Luftsportverein in NRW scheitert mit Klage gegen Windpark-Bau

Ein Drachen- und Gleitschirmflugverein in Nordrhein-Westfalen ist mit dem Versuch gescheitert, den Bau eines nahegelegenen Windparks zu stoppen. Das Oberverwaltungsgericht Münster wies den Antrag auf eine einstweilige Verfügung ab und urteilte, dass das Projekt keine erhebliche Gefahr für den Vereinsbetrieb darstelle. Damit ist der Weg frei für den Bau von sechs Windkraftanlagen südlich von Meschede.

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Der Verein, der fast 800 Mitglieder zählt und jährlich rund 1.000 Starts verzeichnet, hatte argumentiert, der Windpark werde gefährliche Turbulenzen erzeugen und die Flugaktivitäten einschränken. Sein Fluggelände gehöre zu den meistfrequentierten in der Region, und die Mitglieder befürchteten, durch die Anlagen häufiger am Boden bleiben zu müssen.

Das Gericht sah jedoch keine Belege dafür, dass die Turbulenzen bei Windgeschwindigkeiten unter 20 km/h gefährliche Bedingungen schaffen würden. Flüge sind aus Sicherheitsgründen ohnehin bereits bei Windstärken über 30 km/h untersagt – unabhängig vom Windpark. Die Richter wiesen zudem darauf hin, dass der Verein im Planungsverfahren ordnungsgemäß angehört worden sei und seine Bedenken berücksichtigt wurden.

Der geplante Windpark liegt in einer im Landesentwicklungsplan ausgewiesenen Energiezone. Zwar wurden noch keine technischen Details zu den Anlagen veröffentlicht, doch nach der gerichtlichen Entscheidung kann das Projekt nun voranschreiten.

Mit der Abweisung der Klage steht dem Bau der sechs Windräder nichts mehr im Weg. Das Urteil bestätigt, dass die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen für die Flüge des Vereins unverändert bleiben. Zugleich stärkt das Ergebnis die regionale Energiestrategie und ermöglicht eine zügige Umsetzung des Vorhabens ohne weitere Verzögerungen.

Quelle