22 March 2026, 08:12

Willich streicht zwei Kitas – Eltern kämpfen um Betreuungsplätze für ihre Kinder

Plakat mit dem Text 'Brauchen die Armen ihre Kinder's Hilfe?' neben passenden Bildern.

Willich streicht zwei Kitas – Eltern kämpfen um Betreuungsplätze für ihre Kinder

Zwei geplante Kitas in Willich fallen Budgetkürzungen und sinkenden Anmeldezahlen zum Opfer

Aufgrund von Haushaltskürzungen und rückläufigen Anmeldezahlen wurden zwei geplante Kindertagesstätten in Willich gestrichen. Die Entscheidung zwingt Familien in der Region, nach Alternativen zu suchen. Als Reaktion darauf haben Eltern der Kita Alperof eine Kampagne gestartet, um lokale Betreuungslösungen voranzutreiben.

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Mit den Streichungen bleibt als einziges kommunales Projekt nur noch das generationenübergreifende Zentrum Reinershof übrig. Diese Einrichtung soll langfristig die Kita Alperof aufnehmen, doch für besorgte Eltern bleibt die Zukunft ungewiss. Finanziert wird das Zentrum aus einer Mischung von Stadtmitteln, Landeszuschüssen im Rahmen des nordrhein-westfälischen Programms "Zukunft investieren" sowie privaten Investitionen der Reiners + Partner GmbH. Das Unternehmen stellt nicht nur das Kapital bereit, sondern übernimmt auch die Bauleitung und wird nach Fertigstellung den Betrieb verantworten.

Eltern und der Förderverein der Kita Alperof hatten bereits im März 2023 in einem Schreiben an Bürgermeister Pakusch Bedenken wegen der Umzugspläne geäußert – vergeblich, eine Antwort blieb aus. Nun folgte ein zweiter offener Brief, in dem die städtischen Angaben zu längeren Fahrzeiten und Barrierefreiheit infrage gestellt werden. Parallel dazu wurde die Kampagne "Kleine Füße, kurze Wege" ins Leben gerufen, um die Bedeutung von wohnortnaher Kinderbetreuung zu unterstreichen.

Um die anhaltenden Probleme zu lösen, haben Elternvertreter:innen und der Vorstand des Fördervereins den Bürgermeister zu einem direkten Gespräch eingeladen. Ziel ist es, nachhaltige Lösungen für Familien im Norden und Nordosten Willichs zu finden.

Das Reinershof-Zentrum bleibt zwar die einzige Neubau-Option, doch das privat finanzierte Modell sorgt für Diskussionen. Eltern fordern weiterhin Klarheit zu Fragen der Erreichbarkeit und der Fahrtimes. Auf ihre jüngsten Dialoganfragen hat die Stadt bisher nicht reagiert.

Quelle