30 March 2026, 00:14

Willich gedenkt der Opfer der Novemberpogrome 1938 mit bewegender Zeremonie

Zwei Kränze mit Bändern hängen an einer Gebäudefassade, über einer Gedenktafel für Holocaust-Opfer.

Willich gedenkt der Opfer der Novemberpogrome 1938 mit bewegender Zeremonie

Feierliche Gedenkveranstaltung in Willich markiert 85. Jahrestag der Novemberpogrome

Eine würdevoll gestaltete Gedenkfeier in Willich erinnerte an den 85. Jahrestag der Novemberpogrome 1938. Die Veranstaltung am 9. November ehrte die Opfer der gewaltsamen Ausschreitungen, bei denen vor 85 Jahren über 1.400 Synagogen in Deutschland und den annektierten Gebieten zerstört wurden. Schülerinnen und Schüler, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Bürgerinnen und Bürger kamen zusammen, um der Vergangenheit zu gedenken und über ihre Bedeutung für die Gegenwart nachzudenken.

Den Auftakt der Gedenkstunde bildeten Lesungen von Schülerinnen und Schülern der Willicher Robert-Schuman-Europaschule, die die Namen der Opfer verlasen. Ihre Stimmen hallten über den Gedenkort und bildeten einen berührenden Teil der Ehrung. Es folgte eine Kranzniederlegung als Symbol der Achtung vor denen, die während der Gewaltnacht vom 9. auf den 10. November 1938 litten.

Musikalische Darbietungen verleihen der Veranstaltung eine nachdenkliche Atmosphäre. Rednerinnen und Redner wie Franciska Lennartz, Dr. Leah Floh und Bernd-Dieter Röhrscheid reflektierten in ihren Beiträgen über die historische Tragweite der Ereignisse. Ihre Worte unterstrichen die Notwendigkeit, sich ehrlich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.

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Guido Görtz, Erster stellvertretender Bürgermeister von Willich, richtete sich mit einer klaren Botschaft an die Anwesenden. Er verurteilte Antisemitismus, Hass und jeden Versuch, die begangenen Gräueltaten zu verharmlosen. Görtz betonte die Pflicht, das Gedenken wachzuhalten und gleichzeitig Toleranz, Menschlichkeit sowie demokratische Werte zu fördern. Zum Abschluss dankte er allen, die zur Organisation der Gedenkveranstaltung beigetragen hatten.

Die Feierstunde stärkte das Bewusstsein für die Bedeutung der Erinnerung an die Novemberpogrome und ihre Opfer. Gleichzeitig machte sie die anhaltende Verantwortung deutlich, Vorurteilen entgegenzutreten und die Prinzipien der Demokratie zu verteidigen. Die Veranstaltung war gleichermaßen Mahnung und Aufruf zum Handeln – für die heutige und die kommenden Generationen.

Quelle