Wie lokale Dienstleistungen den Lieferverkehr in Städten revolutionieren könnten
Linus JesselWie lokale Dienstleistungen den Lieferverkehr in Städten revolutionieren könnten
Ein Forschungsprojekt unter der Leitung der Bergischen Universität Wuppertal untersucht, wie lokale Dienstleistungen die Nachfrage nach Lieferverkehren in städtischen Gebieten prägen. Die Studie ist Teil der POTUS-Initiative, die sich auf nachhaltigen Güterverkehr in Städten konzentriert. Die Finanzierung des Projekts beläuft sich auf rund 1,4 Millionen Euro aus europäischen und nationalen Quellen.
Das POTUS-Projekt wird vom Lehrstuhl für Güterverkehrsplanung und Transportlogistik der Universität koordiniert. Es analysiert, wie lokale Lieferketten und kurze Wege den Güterverkehr in Stadtteilen beeinflussen. Besonders im Fokus steht die Frage, wie Merkmale eines Viertels – etwa ein hoher Anteil junger Bewohner – die Liefermuster verändern.
Eine zentrale Herausforderung ist das Fehlen einheitlicher Daten zum städtischen Güterverkehr. Die bestehenden Lücken erschweren es Städten, den Transport effektiv zu planen. Das Team erforscht daher, wie Daten aus verschiedenen europäischen Ländern verglichen und für ein besseres Management genutzt werden können.
Das Vorhaben orientiert sich am Konzept der „15-Minuten-Stadt“, das einen einfachen Zugang zu alltäglichen Grundbedürfnissen innerhalb kurzer Rad- oder Fußwege fördert. Beteiligt sind Partner aus Österreich, Schweden, Frankreich, Italien sowie deutschen Städten wie Düsseldorf und Wiesbaden.
Die Ergebnisse sollen zeigen, wo und wann der Güterverkehr besonders stark zunimmt. Darauf aufbauend wird das Team Empfehlungen entwickeln, um Städte bei der Gestaltung nachhaltigerer Transportsysteme zu unterstützen. Die Erkenntnisse zielen darauf ab, Datenlücken zu schließen und die städtische Planung der Zukunft mitzugestalten.
