Wie Fußballfans bei der WM 2026 körperlich auf Siege und Niederlagen reagieren
Laila SchomberWie Fußballfans bei der WM 2026 körperlich auf Siege und Niederlagen reagieren
Forscher der Universität Bielefeld starten eine Studie, um zu untersuchen, wie Fußballfans während der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 körperlich auf Spiele reagieren. Ziel ist es, die physiologischen Reaktionen von Anhängern verschiedener Nationalmannschaften – etwa Deutschlands, der Türkei und Brasiliens – miteinander zu vergleichen. Das Projekt soll aufzeigen, wie Siege und Niederlagen die Fans auf biologischer Ebene beeinflussen.
Christian Deutscher, einer der Projektleiter an der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft, leitet die Studie. Das Team lädt Freiwillige ein, sich zu beteiligen, indem sie Daten von ihren Smartwatches teilen. Die für die Studie entwickelte App ist mit verschiedenen Geräten kompatibel, darunter Apple Watch, Google Pixel Watch und Samsung Health.
Interessierte müssen sich zunächst online registrieren und dabei Angaben zu ihrem Wohnland, Geschlecht, ihrer Nationalität, ihrer favorisierten Mannschaft sowie der Intensität ihrer Fangemeinschaft machen. Sobald sich genug Anhänger einer bestimmten Nationalmannschaft angemeldet haben, erhalten sie eine persönliche Einladung, ihre Smartwatch mit der Studie zu verknüpfen. Die Weltmeisterschaft wurde als idealer Rahmen gewählt, da sie Fans weltweit gleichzeitig ähnlichen emotionalen Momenten aussetzt.
Die Studie wird zudem untersuchen, ob Anhänger verschiedener Nationalmannschaften auf dieselben Spielsituationen unterschiedlich reagieren. Durch die Auswertung physiologischer Daten hoffen die Forscher, Muster zu erkennen, wie Fans die Höhen und Tiefen des Turniers erleben.
Die Auswertung der in Echtzeit während der WM gesammelten Daten könnte Unterschiede aufdecken, wie Fans unterschiedlicher Nationalitäten auf Fußballspiele reagieren. Die Forschung könnte neue Erkenntnisse über die emotionalen und körperlichen Auswirkungen von Sportereignissen auf Zuschauer liefern.






