27 December 2025, 14:59

Wie ein spezielles **Fernsehprogramm** Ärztin Alexandra Ens nach Herford brachte

Ein Plakat mit einer Eisenbahn, die über eine Brücke mit Truss-Konstruktion fährt, umgeben von Pflanzen, Häusern und Hügeln.

Wie ein spezielles **Fernsehprogramm** Ärztin Alexandra Ens nach Herford brachte

Neue Ärztin verstärkt Herforder Gemeinschaftspraxis nach Fernsehprogramm

Die Fachärztin Alexandra Ens hat nach Abschluss eines spezialisierten Fernsehprogramms eine Stelle in einer Herforder Gemeinschaftspraxis angetreten. Die ehemalige Klinikärztin begann am 1. Juli 2025 ihre Tätigkeit in der Praxis der Ärzte Dr. Gernoth Plappert und Dr. Sonja Manegold. Sie ist die jüngste Absolventin des Programms "Aus der Praxis für die Praxis", einer gemeinsamen Initiative des Kreises Herford und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).

Das Programm "Aus der Praxis für die Praxis" wurde 2022 ins Leben gerufen, um erfahrenen Klinikärzten den Übergang in die Hausarztmedizin zu erleichtern. Es bietet geförderte Hospitationen in Hausarztpraxen, wobei die KVWL die Gehälter der Teilnehmenden übernimmt und der Kreis Herford die Lohnnebenkosten erstattet. Neben der praktischen Ausbildung umfasst das Programm Seminare zur ambulanten Versorgung, die von den Teilnehmenden besonders geschätzt werden.

Ens arbeitete acht Jahre lang als Internistin in den Kreiskliniken Herford, bevor sie am Fernsehprogramm teilnahm. Ihre neuen Kollegen, die Ärzte Plappert und Manegold, begrüßen sie als wertvolle Bereicherung für ihr Team. Noch in diesem Jahr wird sie als vollwertige Partnerin in die Praxis eintreten. Bisher haben elf Ärztinnen und Ärzte das Fernsehprogramm erfolgreich abgeschlossen, zehn von ihnen sind mittlerweile in der hausärztlichen Versorgung im Kreis Herford tätig. Dr. Dirk Spelmeyer, Vorsitzender der KVWL, bezeichnet die Initiative als Vorbild zur Stärkung der lokalen ambulanten Versorgung.

Das Fernsehprogramm zieht weiterhin Klinikärzte an, die in die Allgemeinmedizin wechseln möchten. Da die meisten Absolventen bereits im Kreisgebiet arbeiten, hat es sich als wirksames Instrument gegen den lokalen Ärztemangel erwiesen. Mit Ens’ Einstellung festigt sich das Netz der hausärztlichen Versorgung in Herford weiter.