Wie der Mittelstand in NRW die globale Wirtschaftskrise meistert – Lösungen vom Business Forum 2026
Kirsten HentschelWie der Mittelstand in NRW die globale Wirtschaftskrise meistert – Lösungen vom Business Forum 2026
Rund 70 Führungskräfte aus der Wirtschaft trafen sich in der Wilken Software Group in Greven zum Business Forum 2026. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen globale wirtschaftliche Veränderungen und die Frage, wie Deutschlands Mittelstand – die kleinen und mittleren Unternehmen – sich anpassen und erfolgreich bleiben kann. Die Redner beleuchteten sowohl die Herausforderungen als auch neue Fördermöglichkeiten für Unternehmen in Nordrhein-Westfalen.
Prof. Dr. Manuel Rupprecht eröffnete das Forum mit einem Hauptvortrag zum Thema "Der globale wirtschaftliche Wandel und Deutschlands Mittelstand". Er betonte, dass die Weltwirtschaft an einem Wendepunkt stehe, und rief lokale Unternehmen auf, eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Zukunft zu übernehmen.
Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt, griff diese Sorgen auf. Er verwies auf sich verändernde Handelsströme und wachsende Konkurrenz und unterstrich, dass Innovation die wirtschaftliche Position der Region sichern könne.
Die Finanzierungslösungen standen im Fokus der Diskussionen. Gabriela Pantring, Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK, forderte stärkere Investitionen in Digitalisierung, Energieeffizienz und die Qualifizierung der Belegschaft. Sie warnte, dass langfristiger Erfolg nur durch die Bereitschaft zur Transformation möglich sei.
Das Forum präsentierte erweiterte Förderprogramme für Unternehmen. Seit 2020 hat Nordrhein-Westfalen Initiativen wie go-digital.NRW eingeführt, das Zuschüsse von bis zu 25.000 Euro für Digitalisierungsprojekte bietet. Der KMU-Transformationsfonds (2022) stellt Kredite und Zuschüsse für die ökologische und digitale Wende bereit, während der NRW.BANK-Klimakredit günstige Finanzierungen für energetische Sanierungen ermöglicht. EU-geförderte Programme wie die EFRE-Digitalisierungsinitiativen übernehmen bis 2027 bis zu 50 Prozent der Transformationskosten.
Eingeführt wurde zudem ein neuer Transformationskredit, der auf Wachstum, E-Mobilität und Kompetenzentwicklung abzielt. Die Veranstalter betonten, dass diese Instrumente für Unternehmen in unsicheren Wirtschaftslagen entscheidend seien.
Das Forum endete mit einem Fokus auf konkrete nächste Schritte für lokale Betriebe. Die Teilnehmer erhielten detaillierte Informationen zu Fördermöglichkeiten und Strategien zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Die erweiterten Unterstützungsprogramme Nordrhein-Westfalens bieten Unternehmen nun klarere Wege, um in Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Weiterbildung zu investieren.






